Gabriel Obiang soll die Millionen eingesteckt und gewaschen haben. | Ultima Hora

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Ein Sohn des afrikanischen Diktators Teodoro Obiang soll auf Mallorca fünf Millionen Euro gewaschen haben. Wie die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" am Sonntag meldete, bediente sich Gabriel Obiang zweier auf der Insel angesiedelter Firmen. In diesem Zusammenhang wurde nach Informationen des Blattes ein niederländischer Resident, der in Son Gual wohnt, einem eingehenden Verhör unterzogen.

Diktator Obiang regiert die wenig bekannte ehemalige spanische Kolonie Äquatorial-Guinea, zu der es sogar Direktflüge ab Madrid gibt, bereits seit dem Jahr 1979 mit harter Hand. Das zentralafrikanische Land, das am Atlantik liegt, gilt als eines der korruptesten der Welt. Der Gewaltherrscher setzte mehrere Familienmitglieder auf einflussreiche Posten.

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Sohn Gabriel war zeitweise Energieminister und soll die gewaschene Summe als Bestechungsgeld für die Errichtung eines öffentlichen Bauwerks mit einem Wert von mehr als 100 Millionen Euro eingesackt haben. Die fünf Millionen sollen von einem portugiesischen Baukonzern erst nach Zypern befördert worden sein, um die Herkunft zu verschleiern. Der Hauptsitz des Prozesses befindet sich in Portugal.

Ein weiterer Sohn von Teodoro Obiang, "Teodorín", war ebenfalls wegen Bestechlickeit vor Jahren in Frankreich verurteilt worden. Äquatorial-Guinea ist nicht der einzige Staat in Afrika, der als hochkorrupt gilt. Nicht wenige andere haben ebenfalls einen einschlägigen Ruf.