Esther Schweins dreht auf Mallorca

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Kennen sich seit 25 Jahren und sind privat wie beruflich ein eingespieltesTeam: Esther Schweins und Miriam Henseling.

Kennen sich seit 25 Jahren und sind privat wie beruflich ein eingespieltesTeam: Esther Schweins und Miriam Henseling.

Foto: Jan Kohlrusch/jankohlrusch.com
Kennen sich seit 25 Jahren und sind privat wie beruflich ein eingespieltesTeam: Esther Schweins und Miriam Henseling.Die Drehtage auf der Insel sind lang, die Stimmung im Team dennoch entspannt.Gruppenbild vor historischen Gemäuern: Für die Dreharbeiten hat das Filmteam das Boutqiue-Hotel ganz für sich allein.Amüsieren sich prächtig: Ralph Herforth und Kai Lentroth.Esther Schweins rief und auch Bruno Eyron ("Balko") kam.

Lug, Betrug und Neuanfang auf der Insel – das sind die Themen von „Salida Mallorca”, einem neuen Serienprojekt, das die Wahlmallorquinerinnen Esther Schweins und Miriam Henseling auf den Markt bringen wollen. Was sich zunächst noch ein wenig dramatisch anhört, hat eine Menge komische Elemente.

„Genauer gesagt ist es eine Dramedy”, erklärt Schweins. Die Idee dazu entwickelte sie mit ihrer langjährigen Freundin Henseling schon vor zehn Jahren. Gemeinsam mit einer Autorin wurde aus dem Kopfkino nun ein Drehbuch. Und worum geht’s darin? „Die Hauptfiguren sind vier Ehepaare, bei denen die Ehefrauen das wahre Wesen ihrer Männer erkennen und sich als Betrogene neu zurechtfinden müssen”, erläutert Schweins. Es sind Menschen um die 50, meist gut situiert, aber an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. „Sie haben ein Alter erreicht, in dem sie ihre eigene Sterblichkeit begriffen haben und sich fragen: Was mache ich mit dem Rest meiner Zeit? Will ich neu anfangen oder weiter lügen und betrügen?”, so die 49-Jährige weiter. Das heißt, dass auch Themen wie Jugendwahn, Lebens- und Beziehungskrisen eine große Rolle spielen.

Angesiedelt ist die Serie zu großen Teilen auf Mallorca. „Wir haben hier so viele Menschen getroffen, die betrogen wurden, aber auch viele, die hier ihren Sehnsuchtsort gefunden und sich neu definiert haben”, erklärt Schweins, die selber seit vielen Jahren auf der Insel lebt. Von Mallorca-Geschichten habe man sich inspirieren lassen, konkrete Serienvorbilder aus Film und Fernsehen hätten keine Rolle gespielt, sagt Henseling.

Melodramatisch soll es bei aller Lebenstragik aber nicht zugehen, im Gegenteil will „Salida Mallorca” den Unbilden des Lebens mit einer guten Portion Sarkasmus zu Leibe rücken. Und passend zu Handlung und Figuren soll nicht nur das glatt polierte und touristische Mallorca im Mittelpunkt stehen. „Wir wollen, dass die Zuschauer die Insel von einer anderen, unbekannten Seite kennenlernen”, betont Henseling. Wichtige Schauplätze sind ein Retreat, das für innere Werte stehen soll, und als Gegenpol ein Schönheitsstudio. Weitere Einzelheiten zu Locations und Handlung wollen Schweins und Henseling aber noch nicht verraten, schließlich befindet sich das Projekt noch in den Geburtswehen. „Mit den fertigen Szenen aus dem Pilotdrehbuch werden wir dann an Sender und Produzenten herantreten”, sagt Schweins.

Für den Dreh konnte sie eine ganze Riege bekannter deutscher TV-Stars gewinnen. „Es sind alles tolle Schauspieler, die ohne Gage mitgemacht haben”, freut sie sich. Für das Projekt sind unter anderem Florian Fitz, Ralph Herforth, Bruno Eyron und Kai Lentrodt auf die Insel geflogen. „Wir kannten Esther fast alle schon vorher”, erzählt Lentrodt, bekannt aus der ZDF-Krimiserie „Ein starkes Team”, „und es macht Spaß, auf Mallorca wieder gemeinsam zu arbeiten.” Esther sei eine wunderbare Frau, schwärmt Kollege Ralph Herforth, „Macho”-Polizist aus der Krimiserie „Unter anderen Umständen”. Ihre Einladung habe ihn sofort überzeugt.

Eine engere Beziehung zu Mallorca hatte bislang nur ein Teil des insgesamt 15-köpfigen Drehteams. „Ich habe mal mit Sky du Mont auf der Insel gedreht”, berichtet TV-Akteur Christian Wewerka. Für einen Urlaub kam die Insel für den 57-Jährigen allerdings bislang nicht infrage, nicht zuletzt wegen des Ballermann-Images, stattdessen verbrachte er viel Zeit in der Extremadura. Als ausgesprochener Inselfan outete sich dagegen Ralph Herforth. „Ich hätte gern ein Haus in Deià. Ich liebe die Küste dort, die Olivenhaine und brauche keine Sandstrände”, erzählt er. Das Künstlerdorf hat es ihm rundum angetan, angefangen vom legendären Hotel La Residencia, bis hin zu dem auf einer Anhöhe gelegenen Friedhof. „Man kann durch Steineichenwälder zum Meer hinunter wandern, es riecht nach Pinien, einfach schön”, schwärmt er.

Für Inselerkundungen bleibt dem Team bei Zwölf-Stunden-Drehtagen allerdings kaum Zeit. Dafür genießen sie es, die einzigen Gäste des herrschaftlichen Luxushotels Reads bei Santa María del Camí zu sein, das zurzeit zum Verkauf steht. Auch wenn Wewerka sich einen Scherz nicht verkneifen kann: „Wir sind Gefangene, und um 23 Uhr herrscht Bettruhe.”

Wer die Dreharbeiten online begleiten will, hat dazu auf Facebook und Instagram unter dem Hashtag #SalidaMallorcaBackstage Gelegenheit.

(aus MM 24/2019)

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