Rettungskräfte in Magaluf kümmerten sich um einen 18-jährigen Iren. | Foto: Vasil Vasilev

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Die Serie der Balkonstürze auf Mallorca nimmt kein Ende. Nachdem vor einer Woche ein 20-jähriger Däne ums Leben gekommen war, kam es auch am Wochenende wieder zu mehreren Unfällen. Am Freitagmorgen stürzte ein 22-jähriger Brite in Magaluf in die Tiefe, am Nachmittag dann ein junger Deutscher in Arenal.

Der 22-jährige Brite war am frühen Freitagmorgen von einer Partynacht zurückgekommen. Als er bemerkte, dass er die Schlüssel seines Apartments vergessen hatte, versuchte er, sich über den Balkon Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Dabei verlor er offenbar den Halt und stürzte aus dem zweiten Stock ab. Er verletzte sich so schwer, dass er seine Beine nicht mehr spüren konnte. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus.

Am Freitagnachmittag kam es in El Arenal zu einem ähnlichen Unfall. In der vor allem von deutschen Touristen dominierten Partyhochburg stürzte ein 22-jähriger Deutscher aus etwa fünf Metern Höhe ab. Auch er wurde schwer verletzt in die Klinik gebracht. Am Sonntag stand wieder Magaluf im Mittelpunkt der Unglücksfälle, als ein 18-jähriger Ire in angetrunkenem Zustand aus dem dritten Stock eines Hotels stürzte. Dabei hatte er offenbar Glück im Unglück. Bäume bremsten seinen Sturz und retteten ihm das Leben.

Auf Mallorca kommt es in der Hochsaison immer wieder zu tragischen Unfällen dieser Art. Meist jugendliche Touristen versuchen beim sogenannten "Balconing" aus oft großer Höhe von Balkon zu Balkon oder in den darunterliegenden Swimming Pool zu springen. In letzter Zeit häufen sich aber auch die Fälle unfreiwilliger, meist alkoholbedingter Abstürze.