Kommentar: Das Migrantenproblem auf Mallorca erreicht eine neue Qualität

| Mallorca |
Der Flughafen von Palma de Mallorca.

Der Flughafen von Palma de Mallorca.

Foto: Ultima Hora

Die illegale Einreise von Migranten in einem Linienflugzeug nach Mallorca und die damit verbundene stundenlange Schließung des Flughafens am späten Freitagabend wirft ein Schlaglicht auf dieses Problem. Denn mit der kriminellen Aktion, durch allem Anschein nach vorgetäuschte ernste gesundheitliche Probleme eines Reisenden eine Landung zu erzwingen, wurde eine neue Qualität erreicht.

Üblich war es bislang, dass von kriminellen Organisationen geschleuste Migranten auf Booten – sogenannten "Pateras" – von der nordafrikanischen Küste zum Archipel gelangten. Im Sommer verging kaum ein Tag ohne neue Anlandungen und Festnahmen.

Die Migranten – es handelt ich meist um junge Männer – werden wegen illegaler Einreise festgenommen, dann aufs spanische Festland gebracht und später in der Regel wieder in ihre Heimatländer zurückgebracht. Was die Ankünfte auf Mallorca anbelangt, handelt es sich bei den Wirtschaftsflüchtlingen vor allem um Maghrebiner, also Algerier oder Marokkaner.

Die Gegensätze zwischen armen Staaten auf dem benachbarten Kontinent Afrika und Europa verschärfen sich zusehends. Der Druck für viele Menschen, aus den von wenig erfolgreichen Politikern regierten Ländern mit hohen Armutsquoten herauszukommen, steigt zusehends. Und das, wie man nun sieht, so sehr, dass es ins Hochkriminelle – nämlich wie jetzt einen Eingriff in den Luftverkehr – abgleitet.

Um dem Problem beizukommen, müssen in den betroffenen Staaten Voraussetzungen geschaffen werden, die den Anreiz, fliehen zu wollen, mindern. In dieser Hinsicht sind die entwickelten Ländern gefordert. Kriminelle unter den vielen unbescholtenen Migranten, die es nach Spanien und damit in die EU geschafft haben, müssen die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.

Kommentar

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Hajo Hajo / Vor 14 Tage

Was Frau Nadja Kriewald vom Auslandsreport in einem Bericht festgestellt hat, sind die enormen Folgen der Flucht der jungen arbeitsfähigen Männer aus den afrikanischen Dörfern. Sie fehlen für jede Arbeit die das Dorf am Leben hält und machen das soziale Problem dadurch noch schlimmer.

Keiner mehr da, ausser Frauen Kinder und alte Menschen. Wer bestellt die Felder, repariert die aus Europa gespendeten Maschinen und vom THW gebauten Brunnen und Wasserpumpen? Die Verführungen sind die Bilder die per Handy geschikt werden von den wenigen die es nach Europa geschaft haben, selbst die Kinder wollen schon wenn sie groß werden sofort nach Europa. Und was nutzt es dem Dorf, wenn sie Geld geschickt bekommen, aber keiner mehr da ist den sie für eine technische Arbeit bezahlen könnten? -

Fazit - Wissen die Gutmenschen eigentlich was sie tun? Haben die den Kopf nur drauf damit es oben nicht reinregnet?

Hajo Hajo / Vor 16 Tage

Falsch = Kommentar: Das Migrantenproblem auf Mallorca erreicht eine neue Qualität.

"Quantität" !!!

Hans Georg Ziegler / Vor 16 Tage

Cubay. Sie haben vollkommen Recht mit Ihrem Kommentar. Haben Frau Merkel & Co. jemals eine Schweigeminute für die bisherigen Opfer eingelegt. Nichts!! Der Qualitätstourismus hat jetzt eingesetzt, wie von mir prognostiziert. Opfer zählen doch lange nicht mehr.

Hans Georg Ziegler / Vor 17 Tage

Wir leben in einer Demokratie. Diese sogenannten Migranten sollte man jetzt in Familien unterbringen, die für diese Migranten auf die Straße gehen. Also zu den Gutmenschen. Die Industrie sollte man hierfür nicht verantwortlich machen. Nicht zulasten der Steuerzahler. Frau Merkel und ihre Gefolgten haben es nicht geschafft.

Marcel / Vor 20 Tage

Die Lösung wäre ja ganz einfach: Wer seinen Asylantrag nicht bereits in (zu schaffenden) Asylzentren auf afrikanischer Seite des Mittelmeeres bewilligt bekommt, wird dorthin geschafft, um sich regulär bewerben (und sich gefährliche Überfahrten sparen) zu können. Leider liefe das aber gegen die Interessen der Wirtschaft, die fürchtet, dann den Großteil ihrer begehrten „Neukonsumenten“ wegen Nicht-Integrierbarkeit zu verlieren. Auch hoffnungslos Unterqualifizierte oder Kriminelle und Radikale müssen, wenn sie erst mal hier, sind (vom einheimischen Steuerzahler!) mit Kaufkraft versorgt werden. Darum geht es wohl in Wirklichkeit, sonst wäre man ja längst auf Sachleistungen umgestiegen oder würde konsequent abschieben (wozu man auch unwillige Herkunfts-Staaten völkerrechtlich und diplomatisch ohne Weiteres zwingen kann - wenn man nur wollte…). Andere Regionen der Welt (zB Australien) werden des Problems ohne Weiteres Herr.

Cubay / Vor 20 Tage

Wieviel kostet das den Steuerzahler allein den Gefängnisaufenthalt bzw. die Rückführung der Kriminellen? Dieses Geld wäre in die Absicherung der Europäischen Grenzen besser investiert. Darüber hinaus sollte man die Folgen der Geschädigten nicht vergessen.