Auf den Inseln macht sich eine neue Tendenz bemerkbar, dass unter den Fremdsprachen mehr arabisch als deutsch gesprochen wird. | Nuria Rincón

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Der demografische Wandel auf Mallorca und den Nachbarinseln macht sich auch bei den Sprachen bemerkbar, die von den Hinzugezogenen benutzt werden. Einer Zählung des spanischen nationalen Statistikinstitut (INE) von 2021 zufolge, besteht die nunmehr größte Gruppe der Zuwanderer nicht mehr wie in den Jahren zuvor aus Deutschen und Engländern. Beide Nationen wurden jüngst von Marokkanern und den Kolumbianern verdrängt. Das führt dazu, dass Deutsch nicht mehr die am zweithäufigsten gesprochene Fremdsprache auf den Inseln ist, sondern das Arabische.

Somit ergibt sich ein komplett neues Bild im Fremdsprachen-Ranking: Zwar liegt Englisch nach wie vor vorne – 2,4 Prozent der Insel-Bevölkerung gab an, es innerhalb der Familie und 2,8 Prozent am Arbeitsplatz zu sprechen. Dem folgt jetzt aber das Arabische – 15.000 Personen und somit 1,2 Prozent der Insulaner sprechen diese Sprache mit ihren Familienmitgliedern und etwa 8000 Menschen gebrauchen sie am Arbeitsplatz. Deutschen – auf Platz drei abgerutscht sind – sprechen 10.000 Personen innerhalb ihrer Familien und rund 5.000 am Arbeitsplatz.

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Auch Zahlen bezüglich des Spanischen und des Katalanischen wurden vom Statistikinstitut herausgegeben: Demnach spricht die mehr als die Hälfte der balearischen Bevölkerung innerhalb ihrer Familie spanisch (54,17 Prozent) und auch am Arbeitsplatz benutzen 50,7 Prozent das Kastilische. Das Katalanische hingegen wird lediglich nur von 27,3 Prozent der Bevölkerung zuhause gesprochen, 18,74 Prozent benutzen die Sprache am Arbeitsplatz.

Der ethnische Wandel auf den Balearen hat viel mit den Zuwanderern zu tun, die auf die Inseln kommen. Bis in die 90er Jahre hinein waren es vor allem Spanier vom Festland, die auf die Inseln kamen. Ab Beginn des 21. Jahrhunderts zogen zunehmend mehr Zuwanderer aus anderen Ländern auf die Inseln.