Stierkampfanhänger machen mobil

Mallorca |
Der traditionelle Stierlauf in Fornalutx findet ununterbrochen seit 1892 statt.

Der traditionelle Stierlauf in Fornalutx findet ununterbrochen seit 1892 statt. Dieses Jahr könnte es damit ein Ende haben.

Foto: Foto: Miquel Ángel Cañellas

Gegen das von der Balearen-Regierung geplante allgemeine Verbot von Stierkämpfen und Volksbelustigungen mit Tieren wächst der Widerstand. Die konservative Volkspartei hat im Regionalparlament beantragt, den seit 1892 stattfindenden Stierlauf in der Tramuntana-Gemeinde Fornalutx zum immateriellen "Kulturerbe der Balearen" zu erklären und damit von der anstehenden Änderung des Tierschutzgesetzes auszunehmen.

Die Initiative läuft zwar ins Leere, da die Konservativen im Parlament weniger Stimmen zusammenbringen als das regierende Linksbündnis. Dennoch ist weiterhin mit Protesten zu rechnen, insbesondere auch bei einer Demonstration am 24. April ab 12 Uhr in der Ortsmitte von Fornalutx. Die Kundgebung wurde bereits von der Delegation der spanischen Zentralregierung genehmigt und soll die Dorfbevölkerung auf die Straße bringen.

Die Gegenseite ruft unterdessen zum Protest gegen den Stierkampf am Sonntag, 17. April, um 18 Uhr in Muro auf. Voraussichtlich wird es der letzte Stierkampf auf Mallorca sein, bevor das neue Tierschutzgesetz in Kraft tritt.

Kommentar

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rm / Vor über 3 Jahren

Bravo Dieter! Pflichte ihnen bei; auf den Punkt gebracht....................!

Dieter / Vor über 3 Jahren

@Manfred Vogel - Da sieht man doch sehr schön, was Sie von Demokratie auf der einen und Traditionen auf der anderen Seite halten. Das solche gewaltverherrlichende Kommentare wie der Ihre hier überhaupt freigeschaltet werden, ist ansich schon ein Unding.

Fakt ist doch, dass Leute wie Sie - angebliche Gegner von Gewalt und Tierquälerei - Gewalt gegen Andersdenkende durchaus rechtfertigen. Es bleibt auch offen, ob Ihnen überhaupt ein Urteil zusteht. Traditionen sollten grundsätzlich nicht dem Zeitgeist oder irgendwelchen fremdländischen Klugscheissern zuliebe verboten werden.

Manfred Vogel / Vor über 3 Jahren

Man sollte den Akteuren gleich mal das Seil um den Kopf binden!