Mallorca und die Wiedergeburt des Pablo Iglesias

| Madrid-Carabanchel |
Margalida Quetglas (li.) sowie (von rechts) Juan Pedro Yllanes, Alberto Jarabo, Mae de la Concha und zwei weitere Genossinnen.

Margalida Quetglas (li.) sowie (von rechts) Juan Pedro Yllanes, Alberto Jarabo, Mae de la Concha und zwei weitere Genossinnen.

Foto: Podem Illes Balears

Nach einem harten innerparteilichen Wahlkampf, an dem auch Politiker aus Mallorca beteiligt waren, ist Pablo Iglesias als Vorsitzender der linken Protestbewegung Podemos überraschend deutlich bestätigt worden.

Beim Parteitag "Vistalegre II" entfielen laut der Tageszeitung El País mehr als 89 Prozent der Stimmen auf die Liste des 38-jährigen Politikers. Wobei allerdings anzumerken ist, dass die Abstimmung nach einem komplizierten Punktemodus lief, der etwas an den Grand Prix Eurovision de la Chanson erinnerte.

Rund 8 Millionen Punkte erreichte Pablo Iglesias, etwa 5,9 Millionen Iñigo Errejón, der im Vorfeld als Konkurrent aufgetreten war, für seine inhaltlichen Vorschläge aber nur die Unterstützung von zirka 33 Prozent der Delegierten erhielt. Im 62-köpfigen neuen Parteirat ist die Liste Errejón dennoch mit 23 Personen vertreten. 37 Mitglieder gelten als Unterstützer von Pablo Iglesias, zwei weitere gehören dem trotzkistischen Flügel "Izquierda Anticapitalista" an.

Beobachter gehen davon aus, dass die klaren Verhältnisse, auch auf den regionalen Landesverband der Balearen beruhigend wirken dürften. Dessen Vorsitzender Alberto Jarabo arbeitet eng mit Pablo Iglesias zusammen, während der Abgeordnete und frühere Antikorruptionsrichter Pedro Yllanes sowie die Senatorin Margalida Quetglas eher dem gemäßigten Iñigo Errejón zuneigen. Yllanes und Quetglas gelang mit 3,25 Millionen respektive 1,48 Millionen Punkten der Einzug in den Parteirat.

Der Kongress ging mit Umarmungen zwischen den rivalisierenden Flügeln und einem antifranquistischen Freiheitslied in katalanischer Sprache zu Ende.

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Noch kein Kommentar vorhanden.