Deutsch-Spanier siegt bei Premiere

| Mallorca |
Florian Trittel bei seinem Wellenritt durch die Bucht von Palma.

Florian Trittel bei seinem Wellenritt durch die Bucht von Palma.

Foto: Foto: Barbara Sánchez

Aufgewachsen ist er am Bodensee, seit seinem dritten Lebensjahr wohnte er in Barcelona, seit zweieinhalb Jahren lebt der 20-Jährige in Tarifa, dem Surf-Eldorado Spaniens. Das hat einen Grund, denn Trittel gehört zu den besten Kite-Surfern Spaniens. Das hat er auch bei der Premiere dieses Sports bei der Regatta Princesa Sofía vor Palma unter Beweis gestellt. Im entscheidenden Rennen am Mittwoch, 1. April, sicherte er sich den Gesamtsieg. "Die Bedingungen waren traumhaft", schwärmte er nach der Preisverleihung, die für die Kite-Surfer vorgezogen wurde. "Es war zwar oftmals böig und an zwei Tagen konnten wir nicht raus, aber wenn wir auf dem Wasser waren, waren es Super-Races", sagte er.

Der gelernte Optimist-Segler und dreimalige Weltmeister in dieser Disziplin ist erst vor zweieinhalb Jahren auf die Trendsportart umgeschwenkt und hat sich in dieser Zeit in die Weltspitze vorgearbeitet. "Ich weiß ja vom Segeln, worauf ich achten muss, deshalb habe ich schon viel gewusst", sagt er. Damals dachte er allerdings noch, dass Kite-Surfen olympische Disziplin wurde, für 2016 wurde es zugunsten der Surfer aber wieder gestrichen. "Das war natürlich schade", sagt Trittel.

Für ihn ist die Tatsache, dass in diesem Jahr Kite-Surfen erstmals bei der Princesa Sofía ins Programm genommen wurde, ein sicheres Zeichen. "Ich denke, dass Kite-Surfen in Tokio 2020 wieder olympisch ist, neben Surfen. Denn der Segelsport hat ein Problem, dass er nicht besonders medienfreundlich ist. Surfen und Kite-Surfen sind sicherlich die attraktivsten Disziplinen", sagt er. Das war für ihn auch der Grund, vom Boot auf das Board zu wechseln. "Kite-Surfen hat alles, was der Segelsport bietet, ist aber noch schneller", schwärmt er.

Trittel besitzt sowohl die deutsche als auch die spanische Staatsbürgerschaft, startet aber für das spanische Team. Da er auf die deutsche Schule in Barcelona ging, spricht er perfekt Deutsch. "Auch wenn mir manchmal ein paar Ausdrücke fehlen", räumt er ein. Seine Eltern und auch seine beiden Brüder sind begeisterte Segler, so erfolgreich wie Florian sind sie allerdings nicht. Parallel zu seinem Sport studiert er noch BWL an der Fernuniversität. Im nächsten Jahr will er auf jeden Fall zur Regatta nach Mallorca wiederkommen. "Dann bekommen wir hoffentlich auch die Preisverleihung mit Königin Sofía mit", sagt Trittel.

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