Der Touristikkonzern Tui verspricht seinen Kunden einen weitgehend reibungslosen Sommerurlaub. | Craig P. Larsen/TUI

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"Wir streichen keine Flüge!" Dieses Versprechen hat Stefan Baumert Urlaubern gegeben. Trotz des Abfertigungschaos an Flughäfen macht der Deutschland-Chef von Tui Reisenden Hoffnung auf einen entspannten Sommerurlaub. "Trotz aller Herausforderungen aufgrund von Personalengpässen in der Branche werden die Ferien für die überwiegende Mehrheit reibungslos verlaufen. Der Urlaub 2022 wird ein guter werden", sagt er.

Auch für Tui selbst seien die Aussichten gut: "Wir kommen auf jeden Fall an das Niveau des Sommers 2019 heran", prognostiziert Baumert. Es gebe auch eine ganze Reihe von Destinationen, die darüber liegen – wie Mallorca, Griechenland und die Türkei. Auch die Buchungen für die Monate September und Oktober zögen seit einigen Tagen kräftig an. Tui könne nicht feststellen, dass sich die Menschen wegen der Abfertigungsprobleme an Flughäfen mit Buchungen zurückhielten.

"Insbesondere in den letzten Wochen ist die Nachfrage extrem stark. Es gibt kaum ein Segment oder ein Ziel, das aktuell nicht nachgefragt wird. Wir holen rasant auf und sind mehr als zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr ein Sommergeschäft sehen, das an 2019 herankommt" , so Baumert weiter.

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Einziges Problem: Mietwagen seien für die Sommersaison bereits extrem gut gebucht. Im Kurzfristbereich könnten deshalb insbesondere speziellere Fahrzeuggruppen von Flottenengpässen betroffen sein. Stefan Baumert rät daher, den Mietwagen zu sichern, sobald die Reise feststeht. Wer sich erst am Urlaubsort für einen Mietwagen entscheidet, könnte leer ausgehen oder von hohen Preisen überrascht werden. Eine besonders hohe Nachfrage nach Mietwagen sieht Baumert unter anderem auf Mallorca und den Nachbarinseln.

Der Tui-Konzern selbst erlebt indes einen Wechsel an der Führungsspitze. Vergangenen Freitag hatte der derzeitige Vorstandsvorsitzende Fritz Joussen bekannt gegeben, dass er zum 30. September sein Amt niederlegen wird. Das Präsidium des Aufsichtsrats hat vorgeschlagen, den derzeitigen Finanzvorstand Sebastian Ebel ab dem 1. Oktober zum neuen Vorstandsvorsitzenden zu bestellen. Dessen Nachfolge im Amt des Finanzvorstands soll Mathias Kiep, bislang Group Director Controlling, Corporate Finance & Investor Relations, übernehmen.

Friedrich Joussen
Fritz Joussen legt sein Amt als CEO der TUI-Gruppe nieder.

Nach zweieinhalb Jahren Pandemie folge nun ein neues Kapitel mit neuen Herausforderungen, schrieb Joussen in einer internen Mitteilung an die Belegschaft und nannte die kritischen Themen: "Schulden abbauen, Bilanz stärken und die weitere Transformation der Tui." Für seinen Nachfolger gab's von Joussen Vorschusslorbeeren: "Sebastian Ebel ist eine exzellente Wahl für dieses neue Kapitel."

Joussens designierter Nachfolger als Tui-Chef ist Sebastian Ebel.

Der designierte Vorstandsvorsitzende Ebel sagte: "Ich danke dem Aufsichtsrat für das Vertrauen. Unsere Gäste und die 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TUI sind für mich eine enorme Motivation. Wir haben noch einige Hausaufgaben bei der Bewältigung der Corona-Folgen, aber vor allem sehe ich für die TUI viele Chancen. Mit dem starken TUI-Team und unseren Partnern – den Destinationen, den Hoteliers und den Reisebüros – werden wir wieder profitabel wachsen und die TUI gemeinsam zu neuen Erfolgen führen."