Nach zwei Jahren Corona-Pandemie boomt der Tourismus in diesem Jahr. Der Aussichtspunkt Sa Foradada (Foto) ist zum Beispiel ein beliebtes Ausflugsziel. | Pilar Pellicer

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Auf Mallorca und den Nachbarinseln sind im August 75 Prozent mehr Touristen als im gleichen Zeitraum vor 20 Jahren verzeichnet worden. Das geht aus aktuellen Zahlen der Hotelverbände hervor.

Derzeit gehen Hoteliers und Reiseveranstalter sogar davon aus, dass dank vieler Buchungen im Herbst am Ende der Saison mehr Urlauber als im Vor-Corona-Jahr 2019 auf die Inseln kommen. Im Juli und August wurden allerdings rund 250.000 Urlauber weniger als 2019 verzeichnet.

Zudem geben die Urlauber immer mehr Geld aus. Bereits jetzt hat die Tourismusindustrie auf den Balearen in diesem Jahr 9,73 Milliarden Euro umgesetzt, 564 Millionen Euro mehr als noch vor drei Jahren. Aufgrund der hohen Inflation steigen die Gewinne allerdings nicht.

Der Tourismus-Boom hat aber auch seine Schattenseiten. So beklagen Anwohner und Umweltschützer die Massifizierung, in der Gastro-Branche fehlt das Personal. Im gesamten Monat Juni waren beispielsweise mehr Menschen unterwegs als jemals zuvor in einem Monat. Am 25. Juni wurden 1.849.641 Personen auf den Inseln registriert. Das entspricht einer halben Million Menschen mehr als noch vor 20 Jahren. Es sind 600.000 Menschen mehr, als die Balearen Einwohner haben.