Die Straßensperrungen am Kloster Lluc haben im Vorfeld für viel Ärger gesorgt. | Maria Nadal

Wer am Samstagmorgen, 29. Oktober, einen Ausflug zum Kloster Lluc auf Mallorca machen möchte, hat schlechte Karten. Die Carretera de Lluc, also die MA-2130 und MA-10, wird am Vormittag wegen eines Straßenrennens drei Stunden lang gesperrt werden. Von Seiten der Organisatoren waren zuerst sechs Stunden angedacht, nun konnte man sich auf eine Reduzierung einigen.

Die Rallye führt durch die Gemeinden Bunyola, Alaró, Lloseta und Selva und endet auf der Straße von Caimari nach Lluc. In dieser Woche waren die Bürgermeister der Gemeinden zusammengekommen und hatten sich erneut beraten. Fürs kommende Jahr wolle man bessere Bedingungen für das Rennen schaffen, denn im Vorfeld wäre die Veranstaltung fast abgesagt worden. Vor allem die Straßen in Selva seien einem solchen Sportevent nicht gewachsen.

Es gab vor allem Kritik am Veranstalter, der die Gemeinden scheinbar zu wenig in die Planungen einbezogen hatte. Der Bürgermeister von Escorca betonte gegenüber der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora", dass alleine an zwei Tagen in dieser Woche "14 Reisebusse mit Touristen in Escorca waren und die Ladenbesitzer und Gastronomen haben sich bereits über die Straßensperrung am Samstag beschwert."

Das Kloster Lluc ist im Spätsommer und Herbst ein beliebstes Ausflugsziel auf Mallorca. Wanderer und Radfahrer sind vermehrt unterwegs. Gastronomen und Hoteliers der Gegend befürchten Umsatzeinbußen und Imageschädigung durch Straßensperrungen wie diese.