„Geheime Konzerte“ sollen die Ausgangssperre versüßen

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Die Acqustic-Gründer Ferran Sáez (l.) und Esteve Lombarte haben die "Geheimen Konzerte" ins Leben gerufen.

Die Acqustic-Gründer Ferran Sáez (l.) und Esteve Lombarte haben die "Geheimen Konzerte" ins Leben gerufen.

Foto: Acqustic
Die Acqustic-Gründer Ferran Sáez (l.) und Esteve Lombarte haben die "Geheimen Konzerte" ins Leben gerufen."Geheimes Konzert" des Sängers und Multi-Instrumentalisten Alan Da Silva auf einer Terrasse in Barcelona.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Deshalb wird das Start-up Acqustic, das seinen Sitz in Barcelona hat, online „Conciertos secretos“ veranstalten. Das erste Event findet diese Freitag, 20. März, von 19.30 bis 20.30 Uhr statt. Bei diesen „Geheimen Konzerten“ öffnen aufstrebende Musiker virtuell die Türen ihrer Wohnungen, um während der Ausgangssperre ihre Musik den Menschen ins Haus zu bringen, von Indie über Jazz bis Electronic. Gratis, versteht sich.

Diese Initiative wurden vor drei Jahren für die analoge Welt ins Leben gerufen. Das Prinzip: Interessenten, die sich bei Acqustic registriert hatten, bekamen 24 Stunden vor einer Veranstaltung den Ort des Events mitgeteilt, etwa die Dachterrasse eines Hauses, aber auch einen Buch- oder Blumenladen. Die Namen der Künstler erfuhren sie erst kurz vor Beginn.

Durch den Stillstand des Kulturbetriebs der analogen Welt beschloss das Start-up, dieses Konzept in ein Streaming-Format zu übertragen. „Wir glauben, dass wir aus der Musikwelt viel zu bieten haben für all die Menschen, die zu Hause bleiben müssen, für das Gesundheitspersonal und die Leute in Quarantäne, für die Familien Familien und die Arbeitnehmer“, so Acqustic-Chef Esteve Lombarte.

Das Prinzip bleibt das Gleiche, mit der Ausnahme, dass bei der Online-Variante, die Zahl der Konzertbesucher nicht auf 35 Personen beschränkt werden muss. Wer auf der Website das grüne Button „quiero apuntarme“ anklickt und sich anmeldet, erhält 24 Stunden vor Konzertbeginn ein Passwort für den Zugriff auf das Live-Video. Nur eine halbe Stunde vor Aufführung wird die Internet-Adresse (URL) für das „Geheime Konzert“ bekannt gegeben, bei dem vier Künstler werden eine Stunde lang in ihrem Zuhause live spielen werden.

Wie ein Sprecher von Acqustic gegenüber MM erklärte, rennen die Musiker dem Unternehmen geradezu die Bude ein, um einen Online-Auftritt zu geben. Deshalb werde es während der Ausgangssperre ein bis zwei „Geheime Konzerte“ pro Woche geben, eventuell sogar ein kleines Festival.

Und dies in bester Qualität: Das Streaming wird in Kooperation mit Watchity organisiert, einem Start-up aus Barcelona, dessen Tool zur Übertragung im Streaming-Verfahren unter anderen schon vom Spanischen Staatsfernsehen und Volkswagen genutzt wurde.

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