337 Euro für ein bisschen Fisch

Ses Salines, Formentera |
Das Restaurant "Juan y Andrea" auf Mallorcas Nachbarinsel Formentera.

Das Restaurant "Juan y Andrea" auf Mallorcas Nachbarinsel Formentera. Foto: UH

Das Restaurant "Juan y Andrea" auf Mallorcas Nachbarinsel Formentera.Die umstrittene Rechnung aus Formentera.

Eine gesalzene Rechnung aus einer Strandbar auf Mallorcas Nachbarinsel Formentera macht spanienweit die Runde in den sozialen Netzwerken. "Touristenfalle. Ohne Worte", kommentierte ein unzufriedener Gast seinen Kassenbon über 337,50 Euro per Twitter – und wurde seinerseits über 3000 Mal weiter getwittert.

Im Chiringuito "Juan und Andrea" in Ses Salines hatte der Mann im Wesentlichen zwei Portionen des kulinarisch als eher simpel geltenden Petersfischs mit gemischtem Salat sowie eine Flasche Caraballas-Weißwein geordert. Mitsamt der im Grundpreis nicht ausgewiesenen Mehrwertsteuer summierte sich die Rechnung stärker als erwartet. Vielleicht auch, weil der Fisch in der Speisekarte nicht als Gericht mit Pauschalbetrag, sondern pro Kilo angegeben war.

Offenbar hatten die Gäste auch nicht bedacht, dass das Lokal in Ses Salines zur Pachà-Gruppe gehört und häufig von Prominenten besucht wird. Unter anderem waren in der "Strandbar" diesen Sommer schon Robert de Niro, Paris Hilton und einige bekannte Fußballer zu Gast. Das Management zeigte sich deswegen überrascht über die teils heftige Reaktion in den sozialen Netzwerken: "Es stimmt, dass wir hier auch Persönlichkeiten von der Forbes-Liste bewirten. Aber natürlich verweigern wir niemandem wegen seiner wirtschaftlichen Stellung eine Reservierung", hieß es gegenüber der Tageszeitung El País. (mic)

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Pumuckel / Vor über 5 Jahren

Es ist wirklich schade, dass auf diesen wunderbaren Inseln, normale Dinge unbezahlbar gemacht werden. Um so mehr weiß ich zu schätzen, dass es viele, fleißige Mallorquiner ( und sicherlich auch andere Insulaner ) gibt, die 16 Stunden am Tag mit der ganzen Familie ihr Restaurant betreiben und dort gute Ware zu fairen Preisen verkaufen. Wenn sich alle Touristen einig wären und solche Läden nicht mehr aufsuchen würden, wären die Preise schnell wieder bezahlbar. Einheimische meiden solche Läden nämlich.

Rainer Schneider / Vor über 5 Jahren

Bei Mercadona kostet das Kilo Petersfisch übrigens 8 Euro. Und zwar nicht tiefgefroren, sondern frisch von der Lonja de Pescado in Palma...

Mike / Vor über 5 Jahren

Die Abzocke fängt nicht beim Fisch an (vermutlich hätte der Gast eine 100gr. Angabe einfach mal auf 1,45 Kilo hochrechnen können), sondern bereits bei der ersten Position "Brot und Knoblauch"