Auch wenn Tierärzte kein oder wenig Honorar nehmen: Die Materialkosten für die Eingriffe im Sterilisationsmobil kommen hinzu.

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Rund 1000 verwilderte Hauskatzen jährlich konnte die Tierschutzorganisation Baldea (Plataforma balear per a la defensa dels animals) seit 2010 auf Mallorca kastrieren - dank des unermüdlichen Engagements eines relativ kleinen Teams ehrenamtlicher Helfer. Und nach einem weiteren einjährigen Volleinsatz wurde nun vor drei Wochen auch das neue "Sterilisationsmobil" - ein ausrangierter Krankenwagen, "spendiert" von der Inselregierung - eingeweiht (die Kosten von 13.000 Euro für Umbau/ Ausstattung wurden aus Spenden finanziert).

Doch statt Freude ist nun leider Frust angesagt. Denn: Das - komplett technisch ausgerüstete - Mobil kann nicht zum Einsatz kommen, weil das Geld für die Materialkosten fehlt. "Natura Parc stellt uns zwar für insgesamt 120 Stunden einen Tierarzt, übernimmt aber nicht die Kosten für das Material wie Spritzen, Desinfektionsmittel, Medikamente und so weiter", so Baldea-Chefin Petra Steiner. "Allein dafür müssen wir bei durchschnittlich zehn Katzen pro Tag täglich 200 Euro aufbringen."

Hinzu kämen die Kosten für eine Tierarzthelferin, die "eigentlich dringend notwendig wäre, um einen reibungslosen Ablauf von Opera- tion und Nachbehandlung zu gewährleisten". Und der Tierarzt bekommt zudem pro operiertem Tier zehn Euro: "Ein absoluter Freundschaftspreis", so Petra Steiner.

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Dennoch: Insgesamt belaufen sich die Kosten für Unterhalt und Einsatz des Sterilisationsmobils auf knapp 400 Euro täglich. Baldea sucht daher dringend Helfer und Spender, um die Arbeit zu ermöglichen. Die touristische Hochsaison rückt näher, bereits im vergangenen Jahr sorgten die Straßentiere teils für Unmut auch unter den Urlaubern. Petra Steiner: "Diese Aktion kommt Tier und Mensch zugute."

HIER KÖNNEN SIE HELFEN

Spendenkonto:
Banco Sabadell
Konto: 0081 1551 61 0001 025510
IBAN: ES6400811551610001025510
BIC: BSAB ESBB
Stichwort: S-Mobil