Rentnerpaar campt vor Klinik Son Espases

| Palma, Mallorca |
Luis Jarque und Francisca Gómez haben ihr Lager seit zwei Wochen vorm Krankenhaus in Palma aufgeschlagen, um einem Verwandten be

Luis Jarque und Francisca Gómez haben ihr Lager seit zwei Wochen vorm Krankenhaus in Palma aufgeschlagen, um einem Verwandten beiseite zu stehen.

Foto: Jaume Morey

Ein Rentnerpaar aus dem spanischen Tarragona campt seit 13 Tagen vor Palmas Universitätsklinik Son Espases. Das ist nicht etwa ein Urlaubsausflug, der Bruder der Ehefrau ist aufgrund einer Herzoperation Patient im benachbarten Krankenhaus, aufgrund des ernsten Zustandes möchte sie bei ihm sein.

Die spanische Tageszeitung Ultima Hora hat Francisca Gómez und Luis Jarque getroffen. Gas, Wasser, Strom: alles ist da in ihrem Camper. Auf der Suche nach Campingplätzen mit Stellplatz auf der Insel seien die beiden nicht fündig geworden. Das Krankenhaus bietet einem Begleiter pro Patient kostenlos Unterkunft und Halbpension, sofern dieser nicht auf Mallorca lebt. Ein Hotel sei zu teuer für die beiden gewesen. Allein die Fähre habe 380 Euro gekostet.

Den Kommentaren einiger Angestellter über das Wohnmobil entgegnen die beiden so: "Wir befinden uns in einem Fahrzeug, das seine Kraftfahrzeugsteuern bezahlt und wir haben das Recht, hier zu parken. Solange wir nicht campen, passiert nichts."

Auch die Klinik habe auf Nachfrage keine Bedenken geäußert, solange es keine Beschwerden gibt. Noch bis zum 18. Februar will das spanische Ehepaar bleiben - dann kommt Franciscas Schwester und steht dem gemeinsamen Bruder bei.

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Manfred Rosar / Vor 20 Tage

Klasse! Wenn ich jetzt "drüben" wäre würde ich den beiden mal einen Obstkorb oder sonst was schönes vorbeibringen. So viel Menschlichkeit und Bereitschaft, für jemand anderes da zu sein sollte belohnt werden!!!

Mats / Vor 22 Tage

Tja, was soll man machen, wenn man nicht so viel Geld hat. Ich finde die Aktion des Paares klasse und auch die Toleranz der Klinik und der Behörden. Gute Besserung für den Bruder der Frau.

Don Alfonso / Vor 23 Tage

Finde ich sehr nett von den beiden. Ein gutes Gefühl für den Patienten, dass jemand an ihn denkt und in der Nähe ist. Sowas trägt u.U. entscheidend zur Genesung bei.