Mehr als 100.000 Männer bezahlen auf Mallorca pro Jahr für Sex

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Das Archivfoto der Guardia Civil entstand 2015 im Rahmen einer Razzia in einem Bordell an der Playa de Palma.

Das Archivfoto der Guardia Civil entstand 2015 im Rahmen einer Razzia in einem Bordell an der Playa de Palma.

Foto: Polizei

Die Zahl der Männer, die auf Mallorca und den Nachbarinseln für Sex bezahlen, wird von einer Arbeitsgruppe der Balearen auf mehr als 100.000 pro Jahr geschätzt. Die Balearen liegen danach spanienweit an der Spitze. Die Prostitution sei eng mit dem Tourismus verknüpft, hieß es weiter. Das Geschäft mit dem Sex bewege im Jahr rund 50 Millionen Euro.

Die Balearen-Regierung hat nun erstmals einen Regionalplan vorgelegt zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Frauen und zur Förderung des Ausstiegs aus der Prostitution. Bei sehr vielen der Frauen handle es sich um ausländische Migrantinnen. Der Straßenstrich habe sich in den vergangenen Jahren immer mehr in Privatwohnungen und -häuser verlagert, die meisten davon im Gemeindegebiet von Calvià. Das mache es für Sozialarbeiter und die Behörden schwierig, in Kontakt mit betroffenen Frauen zu treten.

Der Regionalplan der Regierung ist für vier Jahre (2019-2022) angelegt. Er enthält Mittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro.

Auf den Balearen gehen den Angaben zufolge rund 600 Frauen ganzjährig der Prostitution nach. In den Sommermonaten steige die Zahl auf über 2350. (as)

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Christoph Keller / Hace 6 months

100.000 Kunden pro Jahr macht 273 pro Tag. Soviele Kunden haben allein die 4 Puffs am Ballermann pro Tag im Sommer... Viel wichtiger waere die mafioesen Hintergruende (Hells Angels, Klaunutten-Ring) zu bekaempfen und den serioes arbeitenden Damen ordentliche Arbeitsbedingungen zu schaffen.

MK / Hace 7 months

Zum Tourismus gehört das dazu...

Ines / Hace 7 months

Da werden wieder ein paar sinnlose Stellen mehr geschaffen - und nur darum geht es in Wirklichkeit. Das älteste Gewerbe der Welt ist von beiden Seiten gewollt und wer sogenannte Migranten ohne Perspektive hereinlässt, der muss sich nicht darüber wundern, wenn dann in der Not auch solche Jobs angenommen werden. Wobei der "Trend" doch eher dahingeht, dass Sexarbeiterinnen auch ganz normale Arbeit erledigen. Oder jetzt auf einmal wieder doch nicht?