Awo beendet Kita-Projekt auf Mallorca

| | Santa Maria, Mallorca |
Der Kindergarten befindet sich in Santa Maria.

Der Kindergarten befindet sich in Santa Maria.

Foto: P. Lozano

Zum Ende des Jahres wird der Awo-Kreisverband Schwerin-Parchim sein Kita-Projekt auf Mallorca beenden. Das gab der Verband in einer Pressemitteilung bekannt. „Diesen Beschluss hat der Vorstand gefasst. Wir beenden das Projekt ordentlich bis Dezember“, sagte Bernd Sievers, Vorsitzender des Kreisverbandes.

Bereits zum 20. Mai dieses Jahres hatte die Awo Schwerin-Parchim dem Landesvorstand umfassend zum Stand der Entwicklung der Kita in Santa Maria Auskunft erteilt. „Der Awo-Kreisverband Schwerin-Parchim hat uns über den Beschluss des Vorstandes informiert, dass das Kita-Projekt auf Mallorca bis Jahresende beendet sein wird“, sagt Uwe Kunik, Vorsitzender des Landesverbandes der Arbeiterwohlfahrt Mecklenburg-Vorpommern. „Die ersten Schritte dafür wurden bereits eingeleitet. Wir begrüßen diese Entscheidung.“

Denn der Kindergarten auf Mallorca hatte sich in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Politikum entwickelt.Verschiedene deutsche Medien hatten darüber berichtet. Kritikpunkt ist die Frage, warum die Awo Geld in ein Projekt auf der Insel steckt, anstatt es vor Ort zu verwenden. Der Kreisverband hatte entgegnet, dass das Projekt genutzt werde, um Erzieher von Mallorca nach Mecklenburg-Vorpommern zu locken, um so dem dortigen Fachkräftemangel zu begegnen.

Doch als die Erfolge ausblieben, wurden die kritischen Stimmen immer lauter. Hinzu kam, dass die Gewerkschaft Verdi beklagte, die Awo-Mitarbeiter in Kindergärten und Pflegeheimen des Kreisverbandes Schwerin-Parchim würden extrem schlecht bezahlt.

Nun fiel der Entschluss, sich aus der Kita zurückzuziehen. Wie es jetzt für die Kinder und Beschäftigten in Santa Maria weitergeht, bleibt abzuwarten. Axel Mielke, Geschäftsführer der Awo Schwerin-Parchim, erklärte gegenüber MM: „Der Rückzug bedeutet nicht zwingend die Schließung.” Ein neuer Träger werde gesucht, der die Kita weiterführt. (cls)

Kommentar

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Siegfried Stein / Vor 29 Tage

Keine Steuersubventionen hierfür mehr von Genossin Schwesig?

bert / Vor 1 Monat

Der Kreisverband hatte entgegnet, dass das Projekt genutzt werde, um Erzieher von Mallorca nach Mecklenburg-Vorpommern zu locken, um so dem dortigen Fachkräftemangel zu begegnen. - Zitat Ende

Sind halt zu viele Ingenieure, Raketentechniker und Ärzte aus aller Welt in MeckPomm angelandet. Dafür aber zu wenig "Erzieher". Gute Begründung wirklich.