Der Vorfall des verbrühten Kindes ereignete sich in der Elendssiedlung Son Banya. | UH

Auf Mallorca liegt ein Baby, das mit kochendem Wasser übergossen wurde, auf der Intensivstation des Landeskrankenhauses Son Espases. Der Vorfall soll ein Unfall in der Elendssiedlung Son Banya nahe dem Flughafen gewesen sein. Einem Bericht der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" zufolge, sei die Mutter des Kleinkinds, als sie gerade einen Topf mit kochendem Wasser in der Hand hielt, in ihrer Baracke ausgerutscht. Der Topf fiel daraufhin samt Inhalt auf das Kind, das schwere Verbrühungen erlitt.

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Seit Wochen beklagen die Bewohner der Siedlung, die derzeit teilweise abgerissen wird, dass viele der Häuser innen feucht oder gar nass sind, weil Ableitungen verstopft seien. Angeblich dringt täglich Schmutzwasser durch die Fugen und setzt ganze Zimmer teilweise unter Wasser. Das Problem: Techniker, die die Leitungen reparieren könnten, trauen sich nicht nach Son Banya, aus Angst, Opfer eines Überfalls zu werden. Es wird vermutet, dass die Mutter des Kindes wegen des nassen Bodens ausgerutscht ist.

Der Patriarch von Son Banya, "El Chali" alias Carlos Cortés, zeigte sich empört ob des Vorfalls. "Das muss repariert werden, es kann nicht sein, dass wir so leben. Nicht einmal Tiere leben so." Das Baby befindet sich indes nach wie vor in kritischem Zustand. Es erlitt Verbrühungen an Oberkörper, Armen und Schultern. Aber: Die Ärzte machen auch Hoffnung. Wenn sich das Kleinkind weiter gut erhole, könne es bald auf Normalstation verlegt werden.