Auch das Devil Quartet des Trompeters Paolo Fresu kommt nach Palma. | Roberto Cifarelli

Das Alternatilla Jazz Festival geht in seine sechste Runde. Von Donnerstag bis Sonntag, 1. bis 11. Dezember, veranstaltet der Verein Asociación Cultural Alternatilla jeden Tag ein Konzert. Die Events finden auf Mallorca an elf verschiedenen Orten statt.

Das Besondere von Alternatilla Jazz ist die „magische Formel”, wie die Veranstalter ihr Konzept nennen. „Unser Ziel ist es, jedes Jahr, die Jazzszene eines Landes näherzubringen und die Musiker kennenzulernen, die im Zentrum dieser Szene stehen”, erklären die Organisatoren. Anders gesagt: Jedes Jahr treten neben Künstlern vom spanischen Festland und von Mallorca auch herausragende Musiker eines Gastlandes bei dem Festival auf. Nach den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal und Kuba ist dies in diesem Jahr Italien.

„Für die meisten Inselbewohner ist die italienische Jazzszene eine unbekannte Größe, dabei ist sie eine der interessantesten in Europa”, begründet Alternatilla die Wahl des Gastlandes. „Der aktuelle italienische Jazz zeichnet sich durch eine lebendige künstlerische Ausdrucksform aus, die den Geist der Erkundung bewahrt, mit Jazzmusikern von hohem Niveau und internationaler Bedeutung.”

Ein weiteres Markenzeichen des Festivals sind die sogenannten „Ménage-à-Jazz-Konzerte”, bei denen lokale beziehungsweise festlandspanische Musiker gemeinsam mit ihren internationalen Kollegen auftreten.

Zwei dieser Konzerte stehen am Anfang. Zum Auftakt werden der mallorquinische Pianist Toni Vaquer und der finnische Kontrabassist und Wahlpalmesaner Marko Lohikari im Auditorium von Porreres mit dem italienischen, in New York lebenden Gitarristen Pascuale Grasso auftreten. Am Folgetag gehört die Bühne des Teatre Principal in Inca dem kubanischen Pianisten Roberto Fonseca, der katalanischen Trompeterin Andrea Motis, dem kubanischen Bassisten Yandy Menéndez und der ebenfalls kubanischen, auf Mallorca lebenden Schlagzeugerin und Perkussionistin Nailé Sosa.

Am 3. Dezember steht erneut Pascuale Grasso auf dem Programm, den die Jazzgitarren-Ikone Pat Metheny als „den wahrscheinlich besten Gitarristen unserer Tage” bezeichnet hat. Mit seinem Quartett gibt Grasso im Teatre Municipal Xesc Forteza ein Konzert.

Am 4. Dezember wird das Trio des galicischen Pianisten Xan Campos im Espai 36 in Sant Llorenç des Cardassar auftreten, und am 5. Dezember steht das Trio des baskischen Kontrabassisten in Sa Congregació in Sa Pobla auf der Bühne, dessen jüngstes Album „Al toque” eine Melange aus Jazz und Flamenco ist.

Einen Tag später ist der Trompeter Paolo Fresu mit seinem Devil Quartet im Teatre Principal in Palma zu Gast. Auch Fresu gilt als eine der führenden Figuren des italienischen Jazz. Gleiches gilt für den Gitarristen Francesco Zampini, der mit seinem Quintett am 7. Dezember im Convent de Sant Domingo in Pollença auftritt.

Musica Nuda ist ein italienisches Duo, das aus der Sängerin Petra Magoni und dem Kontrabassisten Ferrucio Spinetti besteht. Sein Markenzeichen ist eine Mischung aus Jazz, Chanson und Pop. Zu hören und sehen ist es am 8. Dezember im Teatre Municipal in Muro.

Im Claustre de Sant Bonaventura in Llucmajor wird am 9. Dezember mit der katalanischen Sängerin Carme Canela und dem valencianischen Pianisten Albert Sanz ein weiteres Duo auftreten. Und am 10. Dezember ist die Casa des Poble von Esporles der Ort, an dem das Quartet des Saxofonisten Lorenzo Bisgno und der Posaunist Massimo Morganti ihr Publikum musikalisch beglücken werden.

Am 11. Dezember schließlich endet im Teatre Xesc Forteza in Palma das Festival, wie es begonnen hat: mit einer „Ménage-à-Jazz”. Mit von der Partie sind Lorenzo Bisogno, die polnische Pianistin Aga Derlak sowie der Kontrabassist Joan Garcías und der Schlagzeuger Joan Moll.

Alle Informationen zum Programm und Tickets ab 15 Euro sind online bei www.alternatilla.com erhältlich.