Salvador Sobral (r.) und Marco Mesquida. | Archiv Ultima Hora

Zweimal im Jahr ist das Dorf Sa Pobla im Norden Mallorcas der kulturelle Mittelpunkt der Insel. Zum Patronatsfest Sant Antoni am 17. Januar sind es die folkloristischen Darbietungen am Vorabend, die ein Publikum aus allen Ecken Mallorcas anziehen. Im Sommer ist das Jazz-Festival mit internationalen Musikern der Kultur-Magnet für Einheimische wie Auswärtige.

Zwei in Einem ist in Sa Pobla dieses Jahr im Rahmen von Sant Antoni geboten. Denn ein hochkarätiges Jazz-Konzert ist das Sahnehäubchen im Programmkalender: In der Gemeindekirche Sant Antoni Abat, an der Plaça Alexandre Ballester 1, werden sich am Sonntag zwei Ausnahmemusiker des Jazz die Ehre geben: der portugiesische Sänger Salvador Sobral und der mallorquinische Pianist und Komponist Marco Mesquida.

Beide Musiker stehen nicht zum ersten Mal zusammen auf der Bühne, und beide haben sie etwas gemeinsam: Sie passen in keine Schublade. Bei Sobral, der 1989 in Lissabon geboren wurde, konnte sich davon die ganze Fernsehwelt überzeugen, als er 2017 in Kiew beim Eurovision Song Contest auftrat. Er bezauberte das Publikum mit einem Song seiner Schwester Luisa, der musikalisch völlig aus dem gewohnten Rahmen des Wettbewerbs fiel – und gewann den ESC.

Seither bewegt sich Sobral auf dem Gebiet des Jazz und Alternative Rock. Eigentlich höre er am liebsten den Jazz der 1940er- und 1950er-Jahre, gestand er in einem MM-Interview. Dass er diese Musik trotzdem nicht singt, begründete er so: „Würde ich es machen, würde ich nichts Neues zur Musik beitragen.”

Ähnlich ist Marco Mesquida gelagert. Der 35-jährige Pianist und Komponist aus Menorca zählt zu den Offenbarungen des spanischen Jazz und ist bekannt für seine Begabung in Sachen Improvisation, die er schon von klein auf pflegte. Sein Credo: „Ich will weder in einer Schublade stecken, noch in eine Schublade gesteckt werden. Für mich ist das 21. Jahrhundert eine Epoche, in der alle Stile zusammenleben können und auch zusammenleben.”

Das Konzert von Sobral und Mesquida beginnt um 19 Uhr. Karten für 20 Euro sind bei ticketib.com erhältlich.

Direkt zuvor, am Freitag und Samstag, 20. und 21. Januar, kann man Mesquida zusammen mit seinem Trio und dem Sinfonieorchester der Balearen unter der Leitung von Pablo Mielgo bei der Aufführung der Rhapsody in Blue von George Gershwin live erleben. Ergänzt werden die Konzerte von Ravels „Bolero” und der zweiten Sinfonie von Ludwig van Beethoven.

Das Konzert am 20. Januar im Auditorium von Manacor beginnt um 19.30 Uhr. Eintrittskarten für 18 Euro können bei entrades.teatredemanacor.cat erworben werden. Tickets für die Veranstaltung am 21. Januar um 20 Uhr im Trui Teatre gibt es für 30 Euro bei tickets.janto.es/truiteatre .