Hells-Angels-Motorräder versteigert

Nationaler Gerichtshof nimmt 28.600 Euro ein

Palma de Mallorca |
Bei der Operation Casablanca im Juli 2013 auf Mallorca wurden auch Motorräder der Hells Angels beschlagnahmt.

Bei der Operation Casablanca im Juli 2013 auf Mallorca wurden auch Motorräder der Hells Angels beschlagnahmt. Foto: UH

Bei der Operation Casablanca im Juli 2013 auf Mallorca wurden auch Motorräder der Hells Angels beschlagnahmt.Das Logo der Hells Angels sorgt auch auf Mallorca für Negativ-Schlagzeilen.

Schlechte Nachrichten für die 2013 auf Mallorca verhafteten Hells Angels: Der Nationale Gerichtshof hat jetzt ihre Motorräder versteigert. Bei der Auktion wurde für die auf 50.152 Euro geschätzten Maschinen ein Betrag von 28.600 Euro erlöst.

Bei den Motorrädern handelt es sich um eine Yamaha Royal Star, eine MV Augusta sowie fünf Modelle der Marke Harley Davidson, darunter auch eine FLHCR Road King, die allein für sich genommen schon mit 16.930 Euro bewertet war. Eine weitere Maschine im Wert von 12.480 Euro konnte laut der Nachrichtenagentur EFE nicht versteigert werden, da im letzten Moment Widerspruch eingelegt wurde.

Richter Eloy Velasco hatte im November die Versteigerung der Motorräder angeordnet, um zivilrechtliche Ansprüche gegen die Hells Angels abzusichern. Sie werden zahlreicher Straftaten wie Menschenhandel, Erpressung, Drogenschmuggel, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung beschuldigt und müssen sich 2015 in einem Mega-Prozess in Madrid verantworten.

Bei der Operation Casablanca im Juli 2014 waren auf Mallorca rund 25 Personen aus der Rocker-Szene und deren Umfeld verhaftet worden, darunter auch der früher als Deutschland-Chef der Hells Angels geltende Frank Hanebuth. Er und sein mutmaßlicher Komplize Khalil Youssafi sitzen auf dem spanischen Festland weiterhin in Haft und werden von der Staatsanwaltschaft als Rädelsführer einer mutmaßlichen deutschen Rocker-Mafia auf Mallorca betrachtet.

Alle anderen Verdächtigen kamen in den vergangenen Monaten gegen Auflagen auf freien Fuß und dürfen das Land nicht verlassen. Zuletzt wurde im November die Entlassung des früheren Frankfurter Zuhälters Paul E. alias "Thrombose-Paul" bekannt. Da er schwer krank ist, muss er nicht bis zum Prozessbeginn in Haft bleiben.

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