Melonen-Paradies Mallorca

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Der Sommerklassiker mit 95 Prozent Flüssigkeitsgehalt: die Wassermelone, auf Spanisch "Sandía Imperial".

Der Sommerklassiker mit 95 Prozent Flüssigkeitsgehalt: die Wassermelone, auf Spanisch "Sandía Imperial".

Foto: Sami Sert, iStock
Der Sommerklassiker mit 95 Prozent Flüssigkeitsgehalt: die Wassermelone, auf Spanisch "Sandía Imperial".Reich an Ballaststoffen und Vitamin C: Die „Melón cantaloup”.Ihre Schale ähnelt Krötenhaut, doch sie ist schmackhaft und in Spanien weit verbreitet: die „Melón de piel de sapo”.Honigmelone à la Mallorquina: die „Melón marina” („Meeresmelone”)Wird auf Mallorca viel angebaut: die Galiamelone („Melón galia”).

Es ist heiß, es ist trocken - was ist da tagsüber schmackhafter als eine Melone? Immerhin besteht der essbare Teil der klassischen Wassermelone zu mehr als 95 Prozent aus Wasser. Wer Melonen sucht, wird auf Mallorca gerade im August mit Sicherheit fündig. "Der Sommer auf Mallorca ist fantastisch für den Melonenanbau und jetzt gerade ist Erntezeit", berichtet Pere Sureda von der "Associació de Varietats Locals", einer Vereinigung, die lokale Produkte fördert.

Wer sich ein bisschen schlau macht, lernt schnell, dass Melone nicht gleich Melone ist. Im Spanischen wird es deutlich: Die Gruppe der Zuckermelonen heißt "Melón", die der Wassermelonen dagegen "Sandía". Tatsächlich ist die Art der Zuckermelonen enger mit Gurken verwandt als mit Wassermelonen. "Eine mallorcatypische Variante der 'Melones' ist die ' Melón de piel de sapo '", berichtet Sandra Navarro von der Frucht- und Gemüsefirma Frutas Navarro, die auf Palmas Olivarmarkt einen festen Stand hat. Der Name heißt dank ihrer dunkelgrünen, leicht faltigen Schale übersetzt "Krötenhaut". Sie hält sich viel länger als gelbe Honigmelonen (" Melón amarillo "), "aber sie ist auch nicht so süß", so Navarro. Wer auf Mallorca eine Honigmelone kauft, stößt vermutlich auch auf die " Melón marina " ("Meeresmelone"), eine vor allem in Sa Pobla angebaute Frucht, die sich kaum von der klassischen Honigmelone unterscheidet. Zumindest auf Öko-und Bauernmärkten wie dem an der Plaça de los Patines in Palma. "Zumeist sind es kleine Agrarwirte oder sogar Privatmenschen, die Melonen züchten und kreuzen. Manche verkaufen an Ständen an der Straße, andere auf den Märkten." Vor allem rund um Vilafranca, das Mekka der Melonen. Hierher stammt auch die " Meló eriçò " ("Igelmelone"). In Supermärkten gibt es sie nicht zu kaufen. "Dafür wird sie zu schnell schlecht, man muss sie sofort nach dem Kauf essen", weiß Pere Sureda und schwärmt: "Sie ist köstlich, klein, grün-gelblich und stoppelig von außen, von innen weiß-gelb und süß."

Länger haltbar und praktisch überall erhältlich ist die " Melón cantaloup ". Ihre beige-weiße Schale mit Netzstruktur umhüllt orangefarbenes, recht festes Fruchtfleisch. Schon vor dem Aufschneiden duftet sie und ist reich an Ballaststoffen, Vitamin C und Betakarotin. Einmal angeschnitten sollte sie innerhalb von drei Tagen verzehrt werden. Sie ist mit knapp 90 Cent pro Kilogramm verhältnismäßig günstig. "Wer variieren möchte, kann auch die ' Melón galia ' ausprobieren", so Sandra Navarra. Sie ist eine mallorcatypische Variante der Cantaloup und ähnelt ihr von der Beschaffenheit der Schale sehr, allerdings ist sie größer und ihr Fruchtfleisch grünlich. Kosten: Gut zwei Euro pro Kilo.

"Gerade in den Sommermonaten sind so gut wie alle Melonenarten gefragt", weiß Navarra. Wer gezielt auf Feinschmeckermärkten wie dem Olivarmarkt sucht, kann auch schicke Trends erwerben. "Viele Wassermelonenarten sind auffällig. Es gibt quadratische 'Sandías', gelbe, rote und schwarze. Aber meist greifen die Kunden dann doch auf das Altbewährte zurück und wählen die klassische Wassermelone, die 'Sandía imperial'."

(aus MM 32/2016)

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