Keine Kanalisation: Mallorca-Grundstücke werden illegal

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Die rot markierten Gemeinden haben noch nicht mit dem Bau der Kanalisation begonnen, die dunkelblauen sind dabei.

Foto: Ultima Hora

Tausende Grundstücke auf Mallorca werden sich ab August in illegalem Zustand befinden, sollten die Gemeinden bis dahin nicht mit den Bauarbeiten zum Anschluss an das Kanalisationsnetz beginnen. Ein Moratorium schreibt den betroffenen 21 Gemeinden vor, die insgesamt 7.870 Grundtsücke, die noch nicht an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen sind, an diese grundlegende Infrastruktur anzuschließen.

Bisher haben erst sieben der betroffenen Regionen mit den vorgeschriebenen Arbeiten begonnen. Dazu gehören Campos, Llucmajor, Esporles, Marratxí, Campanet, Alcúdia und Artà. Insgesamt müssten 141.578 Meter Kanalisationsrohre verlegt werden, um alle Grundstücke und die rund 100.000 betroffenen Einwohner an das öffentliche Netz anzuschließen.

Gemeinden, die nicht spätestens bis zum 20. August mit den Arbeiten beginnen, werden über unzählige Grundstücke in illegalem Zustand verfügen. Das Moratorium, das vor einem Jahr beschlossen wurde, gewährt diesen Regionen dann keine Zugeständnisse mehr für die Zeit der Umsetzung.

Kommentar

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Ramses / Vor etwa 1 Jahr

Wird ja endlich Zeit!

Techbert / Vor etwa 1 Jahr

Hajo Hajo's Beitrag leitet mit dem Schlussatz zu den allgemeinen Kanalproblemen über . In der Tat ist vielerorts zu sehen , dass die Fallrohre der Dachentrwässerung auf den Gehwegen enden . Ebenso ist bekannt , dass Regenwasser und Schmutzwasser ( Toilettenspülung ) oft durch einen gemeinsamen "Mischwasserkanal" abgeleitet werden . Bei Starkregen entstehen dadurch mitunter Belastungswellen . Die können die Kläranlagen dann nicht abarbeiten , es kommt zum Überlauf und zur Fäkalienableitung ins Meer . Trotzdem muss man sehen und anerkennen , dass unter "Normalbedingungen" die Klärwerke auch zur Hochsaison die Schmutzwasserlast bewältigen - so lange es dabei nicht regnet .

Hajo Hajo / Vor etwa 1 Jahr

Soso, da war mir ja schon vorher klar, woher so manches am Strand angelandet wird. Es wird allerhöchste Zeit, das mit den Jahrzehnten Schlamperei auf der Insel endlich Schluss gemacht wird. Vor allem Baugenhemigungen ohne vorherige Erschliessung zu erteilen.

Und wenn nun die Anschlüsse nicht fertig sind, WAS dann? Kommt dann die Polizeischeffin persönlich mit der Nationalpolizei oder wie oder was soll dann passieren?

Äh ja - kürzlich ist mir in S'Arenal aufgefallen, dass viele Mieter ihre Waschmaschine auf dem Balkon haben und das Abwasser dann über die Regentraufe auf die Strasse ableiten. Man riecht es dann ja und der Schaum zeigt es, was es ist. So erlebt als ich vom Markt kam, vor der Haltestelle des 23er in der Carrer Trencadors. Viele leben wohl noch im Mittellalter, wo man alles auf die Strasse entliess.

Techbert / Vor etwa 1 Jahr

Vor Jahren konnte ich beobachten , wie die Schmutzwasserleitungen zur Kläranlage Santany verlegt wurden . Uiuiui - das ist auf einer Felseninsel kein Kleinkram ! Eine Spezialmaschine - sicher teuer wie ein freistehendes Einfamilienhaus und technisch sehr sehenswert - fräste die Verlegegräben in den Untergrund , streckenweise bis zu 3 Meter tief . Das hat meine Achtung vor der ( verborgenen ) Infrastruktur Mallorca's doch sehr gesteigert . Und eine oberflächliche Ahnung davon , wo auf Mallorca die Steuereinnahmen bleiben , habe ich auch bekommen .