Bürger sollen im Streit um Kläranlage entscheiden

| | Muro, Mallorca |
Die Kläranlage an der Playa de Muro ist überlastet und veraltet.

Die Kläranlage an der Playa de Muro ist überlastet und veraltet.

Foto: Archiv Ultima Hora / R.F.

Seit Jahren tobt im Inselnorden ein Streit darüber, wo und wie künftig das Abwasser von Muro und Santa Margalida nebst deren Touristenorten entsorgt werden soll. Unstrittig ist nur, dass etwas passieren muss, denn die derzeitige Kläranlage an der Playa de Muro ist veraltet und überlastet, so dass immer wieder große Mengen von Schmutzwasser im Naturschutzgebiet Albufera landen.

Die Balearen-Regierung plant eine neue Anlage auf der Gemarkung Santa Margalidas. Dagegen sträubt sich die Gemeinde nicht zuletzt deshalb, weil geklärtes Abwasser bei Son Bauló (Can Picafort) ins Meer geleitet werden soll. Jetzt erwägt Bürgermeister Joan Monjo gar einen Bürgerentscheid, um den Govern zum Umdenken zu zwingen. Nach seinen Vorstellungen wäre das Beste, die vorhandene Kläranlage an der Albufera zu sanieren.

Die Umweltgruppe GOB hat die Beteiligten aufgerufen sich endlich gütlich zu einigen - zum Wohle der Umwelt. Der GOB ist für die neue Kläranlage, hält die Einleitung von Abwasser ins Meer aber für nicht mehr zeitgemäß. Bei einer Anlage auf dem neuesten technischen Stand könnte das Wasser zum Beregnen verwendet oder in den Untergrund geleitet werden.

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Klärbert / Vor über 2 Jahren

Eine zeitgemässe Kläranlage kann Wasser von Güteklasse "A" produzieren , hygienisch einwandfrei und ohne Phosphat . Es wird die Quallen der Gegend ganz schön ärgern , wenn dieser für sie wichtige Nährstoff nicht mehr ins Meer gerät und somit knapp wird . Aber : eine solche Anlage ist ein Hochtechnologietempel , den erhält man nicht durch Aufpäppeln einer alten Anlage . Ein Bürgerentscheid ist m.E. unsinnig , denn die technische Auslegung im Rahmen bereit gestellter Mittel ist Sache der Fachleute . Der Bürger als Laie wird sich immer für "billigstmöglich" entscheiden . Damit verhindert er aber , dass Wasserverschwendung und Meeresdüngung reduziert werden .