So viele Zwangsräumungen wie zu Zeiten der Finanzkrise

| | Balearen |
Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Protesten gegen Zwangsräumungen.

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Protesten gegen Zwangsräumungen.

Foto: J. TORRES

Die Zahl der Zwangsräumungen auf den Balearen bewegt sich aufgrund der hohen Mieten auf dem gleichen Niveau wie zu Zeiten der Finanzkrise. Von Januar bis September dieses Jahres mussten 1187 Familien ihre Wohnungen räumen. Das waren 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus aktuellen Daten des Generalrats der rechtsprechenden Gewalt hervorgeht.

Sollte sich der Trend in den letzten Monaten des Jahres fortsetzen, wäre 2018 das Jahr mit den meisten Zwangsräumungen seit 2014. Die Balearen würden damit wieder Zustände wie zu den schlimmsten Zeiten der Finanzkrise erreichen.

Landesweit lässt sich eine ähnliche Entwicklung beobachten. Auch im Rest Spaniens erhöhte sich die Zahl der Zwangsräumungen um 7,9 Prozent. Auf den Balearen reduzierte sich allerdings die Zahl der Menschen, die ihre Wohnungen wegen ausstehender Hypothekenzahlungen verlassen mussten, von 497 auf 352. Diese Entwicklung war im Rest des Landes deutlich schwächer ausgeprägt.

Kommentar

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Berger / Vor 3 Monaten

Wer seine Hypothek nicht zahlt muß raus, so ist das nun einmal überall auf der Welt. Allerdings versagt der spanische Staat hier kläglich, weil er den Geräumten keine Sozialwohnung zur Verfügung stellt oder Hilfe bei der Miete leistet. Aber eine andere Frage: Weshalb verkaufen die von Räumung bedrohten Leute nicht? Bei der Nachfrage sollte das kein Problem sein!

Carmen / Vor 3 Monaten

Nicht gemerkt? - Aktuell IST haben wir auf den Balearen schon längst eine Finanzkrise, zumindest für diejenigen, die ihre Mieten + NK nicht mehr bezahlen können. Andere werden im Laufe der Zeit noch hinzukommen, weil die Schere zwischen armen und reichen Menschen immer weiter auseinandergeht, weil von dem insgesamt verdienten Geld unten fast nichts mehr ankommt.