Hunderte Menschen verfolgten trotz Regenwetter am 17. Januar das traditionelle Kieferklettern in Pollença. Der lebende Hahn an der Spitze gehört nun nicht mehr zum Spektakel. | Youtube Ultima Hora

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Es ist geglückt: In Pollença im Norden Mallorcas hat sich ein Kieferkletterer am Donnerstag als Sieger hervorgetan. Wie jedes Jahr am 17. Januar wurde der Baum traditionell in der Dorfmitte auf dem Plaça de Pollença anlässlich des Festaktes zum Feiertag Sant Antoni aufgestellt.

In diesem Jahr unterlag die Kiefer einer Höhenbeschränkung von maximal 20 Metern, nachdem die 22 Meter hohe Kiefer im vergangenen Jahr durchgebrochen war, als man sie auf den Platz schaffen wollte. Ein Jugendlicher wurde dabei schwer verletzt. So wurden nun auch Transport und Aufbau des Baumes erleichtert.

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Gute Nachricht für Tierfreunde: Die Veranstaltung lief zum zweiten Mal ohne den traditionell an der Spitze des Baumes angebrachten Korb mit einem lebenden Hahn ab. Bereits 2017 hatte sich Bürgermeister Miquel Àngel March nach Forderungen von Tierschützern dazu entschieden, die Tradition nach mehr als 100 Jahren zu brechen.

Für den besten Baumkletterer wurde das Tier zusammen mit einem Sack Konfetti bisher als Preis ausgelobt. Als Ersatz gab es in diesem Jahr ein Preisgeld von 200 Euro und eine Art "Kletterdiplom".

Gewinner Samuel Rosende erreichte kurz nach 22 Uhr vor Hunderten von Zuschauern die Spitze des eingeseiften Baumes. Trotz widriger Bedingungen: Der Starkregen vom Donnerstag und die Tatsache, dass jemand Butter an den Baum geschmiert haben soll, erhöhten das Schwierigkeitslevel.