Auf Mallorca fehlen Hunderte Medikamente

| Palma, Mallorca |
Im Sommer werden auf Mallorca vor allem das Antibiotikum Augmentine und das Antidepressivum Trankimazin knapp.

Im Sommer werden auf Mallorca vor allem das Antibiotikum Augmentine und das Antidepressivum Trankimazin knapp.

Foto: Jaume Morey

Balearische Apotheken haben vermeldet, dass auf Mallorca und den Nachbarinseln in diesem Sommer rund 30 Medikamente knapp werden. Dazu gehören vor allem das Antibiotikum Augmentin sowie das Antidepressivum Trankimazin.

Insgesamt seien rund 300 Medikamente derzeit nur schwer verfügbar. Mehr als die Hälfte davon sind Medikamente für das Nerven- und Herz-Kreislauf-System. Der Präsident des balearischen Pharmazeuten-Verbands, Antoni Real, gab an, die Probleme bestünden bereits seit Jahren, würden aber immer schlimmer.

Patienten müssten im Notfall zum Arzt zurück und sich ein Medikament einer anderen Marke verschreiben lassen, heißt es vom Verband. Kein einfaches Unterfangen, da internationale Konzerne den Markt dominieren würden. In 90 Prozent der Fälle könne man das Problem jedoch lösen.

Eine der Ursachen sei neben der geringen Zahl an Anbietern, dass die Preise für Medikamente in Spanien stark gesunken sind, diese deshalb immer häufiger verschrieben und konsumiert werden. Viele Patienten würden zudem einen übermäßigen Verbrauch haben, weil sie die Einnahmevorschriften nicht nach Anweisung befolgen. Strenge Kontrollen würden ebenso häufig dazu führen, dass Produkte vom Markt genommen und neu hergestellt werden müssen.

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Karin / Vor 13 Tage

@Majorcus , das mit Viagra war gut. Gut, bei den Reichen fliegt schon der Privatjet und bringt eine Packung Antibiotika, das ist das geringste Problem....darum auch kein Aufschrei.

Henry / Vor 15 Tage

Ich wäre froh, wenn man mir wenigstens die noch vorhandenen lebensnotwendigen Medikamente aktivieren würde. Wenn ich nach einem Spitalaufenthalt , nach Entlassung weiter Medikamente (Antibiotika) nehmen muss, dauert es oft 2 Wochen bis etwas klappt. DAS ist hier das grösste Problem im Gesundheitssektor, es dauert alles viel zu lange und für manches ist es zu spät und man lebt mit Spätfolgen.

Majorcus / Vor 15 Tage

Das scheinen die Verantwortlichen wohl als nicht so schlimm zu bewerten ... Stellen Sie sich vor, was los wäre, wenn Viagra knapp würde - da würde sich sofort etwas ändern ...

Maria / Vor 16 Tage

Ich würde mir wünschen das es normal klappen würde, das Medikamente aktiviert sind, wie oft fährt man sinnlos zur Pharmacia und muss wieder anrufen, weil die lebensnotwendigen Medikamente nicht aktiviert sind. Ehrlich....dieses Gesundheitssystem geht mir schon so auf die Nerven, ein Hauptgrund von hier weg zu gehen.