Hoteliers in Sorge wegen Pleiten deutscher Reiseveranstalter

| | Mallorca, Balearen |
Mallorcas Hoteliers sind angesichts diverser Pleiten von Reiseveranstaltern besorgt.

Mallorcas Hoteliers sind angesichts diverser Pleiten von Reiseveranstaltern besorgt.

Foto: Juan Luis Ruiz Collado

Mallorquinische Hoteliers sind in Sorge: Drei deutsche und ein britischer Reiseveranstalter haben in den vergangenen fünf Monaten Konkurs angemeldet. Zudem hat die französische Airline Aigle Azur ihren Betrieb eingestellt.

Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten haben The Holiday Place, Galavital, Wave Reise und H&H Touristik Konkurs angemeldet. Anfang September zog Aigle Azur nach.

Der mallorquinische Hotelverband (FEHM) sieht diese Entwicklung mit großer Sorge. Es zeige sich eine "gefährliche Dynamik, die der Anfang von noch schwerwiegenderen Problemen sei".

"Nicht alle Unternehmen haben sich an die Veränderungen Wandel am Tourismusmarkt und die neuen Vorlieben der Verbraucher anpassen können", erklärte die Vizepräsidentin des Verbandes, María José Aguiló.

Es sei für Unternehmen einer bestimmten Größe, denen es an ausreichenden finanziellen Reserven fehle, schwierig zu überleben ergänzte sie.

Die Inselhoteliers untersuchen zurzeit, wie viele Touristen betroffen sind und versuchen, ihre Vertriebskanäle zu diversifizieren ,um weniger von Reiseveranstaltern in Deutschland und Großbritannien abhängig zu sein.

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petkett / Vor 1 Monat

Ganz normale Auslese. Wachsen im Tourismusmarkt geht fast nur über Verdrängung, schlimm wird es erst wenn einer der großen wackelt. Jetzt geht auf Mallorca schon das Jammern los aus Angst vor weniger Touristen. Verkehrte Welt.

Rico / Vor 1 Monat

Hab von den Reiseveranstaltern noch nie gehört. Der Markt wird nunmal dominiert von TUI, Thomas Cook, DER, FTI und nicht zuletzt alltours. Die ersteren treten zudem noch mit einigen Tochterfirmen auf. Aber im Grunde wird der Markt von 3 Konzernen beherrscht. Leider haben da kleinere, sicher auch individuellere Anbieter schlechte Karten. Dazu kommen reine Hotelbuchungsportale wie booking.com oder Trivago. Davon abgesehen sind die Preise am oberen Limit für den Verbraucher. Eine Reise nach Mallorca will/kann sich eine 4-köpfige Familie in der Hauptsaison nicht mehr wirklich leisten, zzgl. Nebenkosten. Dass wieder Länder wie Türkei oder Tunesien gewinnen, dafür braucht man kein Reiseexperte zu sein. Hinzu kommt künftig mehr und mehr der Umweltaspekt bei Flugreisen, was sicher auch zu Buche schlagen wird - vor allem bei akademischen, monetär gut aufgestellten Kunden (die jedoch meist individueller, weniger pauschal verreisen).

Urlauber / Vor 1 Monat

Ich habe von diesen Reiseveranstalter noch nie etwas gehört. Ich sage nur: Survival for the fittest. Einer geht, ein anderer kommt.