Das Krankenhaus Son Espases ist die größte Klinik der Balearen. | Archiv

Die spanische Regierung hat am Freitag die zählweise der landesweiten Corona-Fälle geändert, was teilweise zu einem sprunghaften Anstieg von Todes- und Verdachtsfällen geführt hat. Auf den Balearen zum Beispiel ist die Zahl der Verstorbenen in der Nacht auf Samstag um 14 angehoben worden. Es soll sich um Patienten handeln, die während dem 12. und dem 16. April mit dem Virus gestorben sind.

Außerdem wurde bekannt: In den zehn spanischen Regionen, die neben den offiziell positiv getesteten Personen auch die Verdachtsfälle registrieren, also Patienten die nicht getestet wurden, deren klinisches Bild aber zu einer Infektion mit dem neuartigen Erreger passt, gibt es insgesamt 417.000 solcher Fälle.

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Alleine 73 Prozent davon entfallen auf den Großraum Madrid (248.000 Verdachtsfälle) und Katalonien (38.000). Die weiteren Regionen, die Verdachtsfälle aufzeichnen, sind: Kastilien-La-Mancha (15.000 Verdachtsfälle), Kastilien-und-Leon (48.000), Murcia (21.000), Balearen (12), Asturien (7000), Kantabrien (1000), Navarra (12.500) und Aragón (6300).

Die Verdachtsfälle werden von den Gesundheitsbehörden angewiesen, sich häuslich zu isolieren und werden telefonisch betreut. Auch hier sind die Fallzahlen zuletzt aber deutlich gesunken. In Madrid beispielsweise waren von den knapp 250.000 Verdachtsfällen am 7. April nur noch 45.000, am 17 April sogar nur noch knapp mehr als 20.000 "aktiv".