Mallorca und das Virus: Update vom 21. April

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Das Ehepaar ist auf dem Weg der Besserung. Glücklich schauen sie in die Kamera.

Das Ehepaar ist geheilt. Glücklich schauen sie in die Kamera.

Foto: Archiv

Das Wichtigste rund um die Coronakrise im Überblick:

Die aktuellen Zahlen

Am Dienstag sprachen die Gesundheitsbehörden von 20 Neuinfektionen. Die Zahl der Infektionsfälle stieg damit auf 1808. Vier Menschen starben an den Folgen der Covid-19 Erkrankung, sodass deren Zahl auf 161 gestiegen ist.

Einreisebeschränkungen für EU gelten bis 15. Mai

Eine aktuell beschlossene Verordnung verlängert das Einreiseverbot in die EU, also auch Spanien und Mallorca, für Angehörige aus Drittstaaten bis zum 15. Mai. Das wurde in einem Dokument im spanischen Staatsanzeiger BOE am Dienstag veröffentlicht. Die einzigen Drittstaatsangehörigen, die in die EU reisen können, sind Einwohner auf dem Weg zu ihrem Wohnort, Inhaber eines Visums für den längerfristigen Aufenthalt, das von einem Mitgliedstaat ausgestellt wurde, in den sie sich begeben, und Grenzgänger.

Forderung nach Gesundheitspass

Auf Mallorca mehren sich die Rufe nach der Einführung eines "Gesundheitspasses". Das bisher lediglich in Gedankenspielen existierende Dokument soll Menschen nach dem Abklingen der Coronakrise die Ein- und Ausreise ermöglichen, ohne dabei die Gefahr von Neuansteckungen durch Covid-19 zu erhöhen. Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol hatte am Sonntag in ihrer Telezusammenkuft mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez von der Notwendigkeit der Einführung eines "immunologischen Reisepasses" gesprochen.

Deutsche Immobilienbesitzer genießen keine Sonderrechte

Deutsche Immobilienbesitzer haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an Ministerpräsidentin Francina Amengol gewandt, mit der Forderung, sich dafür stark zu machen, dass sie nach der Ausgangssperre wieder Zugang zu ihren Immobilien haben werden. Amengol kündigte an, sich mit den einzelnen Schreiben zu befassen.

Kinder bis 15 Jahre dürfen Erwachsene beim Einkauf begleiten

Die Mitglieder der linkssozialistischen spanische Zentralregierung haben am Dienstag bei ihrer Kabinettssitzung über Lockerungen des weiterhin geltenden Alarmzustandes gesprochen. Sie kamen zu der Einigung, dass Kinder bis 14 Jahre ab dem 27. April in Begleitung von Erwachsenen beim Einkauf oder dem Gang zur Apotheke oder Bank mit nach draußen dürfen. Spielen oder Spazierengehen an der frischen Luft seien hingehen weiterhin nicht erlaubt.

Über Tausend gelten als geheilt

1005 Menschen haben das Coronavirus überwunden und gelten als genesen, so der Sprecher des Ausschusses der Infektionskrankheiten der Balearen, Javier Arranz. Das sind über 50 Prozent der Infizierten auf den Balearen (56,2%). Aktuell gibt es 626 registrierte Infizierte, seit Sonntag mit einer Zunahme. Die aktuellen Wochen seien entscheidend, um zu beobachten, ob die Infiziertenzahlen erneut steigen, da wieder mehr Menschen arbeiten gehen.

Zahnärzte fordern Sicherheitsprotokoll

Zahnärzte auf Mallorca und den Nachbarinseln fordern ein klares Sicherheitsprotokoll, um ihre Praxen in Corona-Zeiten wieder öffnen zu können. Man befinde sich in einer rechtlichen Grauzone, so der Präsident der zahnmedizinischen Hochschule der Balearen, Ignacio García Moris. Damals hatte die Hochschule die Schließung der Zahnarztpraxen mit Ausnahme von Notfallbehandlungen empfohlen. Klare Vorgaben von Seiten der Gesundheitsbehörden blieben aus. Mehr Tests, Schutzkleidung und klare Standards werden nun gefordert. (dk)

Kommentar

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Wolfgang van Wersch / Vor etwa 1 Jahr

Liebe Redakteure des Mallorca-Magazins.

Warum schreiben Sie in Ihren Artikeln immer "linkssozialistische Zentralregierung", wenn es doch effektiv eine sozial-kommunistische Zentralregierung ist?

Ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Wolfgang van Wersch