Das sind die aktuellen Coronazahlen auf Mallorca – 15.1.

| Mallorca |
Die Coronakurve von Freitag, 15. Januar.

Die Coronakurve von Freitag, 15. Januar.

Foto: CAIB
Die Coronakurve von Freitag, 15. Januar.

Neuinfektionen, Todesfälle und Gesamtzahl der Ansteckungen:

Die Regionalregierung von Mallorca und den Nachbarinseln hat am Freitag, 15. Januar, für die vergangenen 24 Stunden 592 Neuansteckungen mit Corona nach Madrid gemeldet (Vortag: 621). Es war ein weiterer Todesfall zu beklagen. Die Gesamtzahl der Coronatoten auf den Balearen ist seit Ausbruch der Pandemie auf 508 gestiegen.

Seit Beginn der Coronakrise haben sich auf den Balearen insgesamt 43.967 Menschen infiziert (Vortag: 43.264).

Bettenauslastung in den Kliniken:

Die Corona-Ampel, erstellt vom balearischen Wirtschaftszirkel unter Einbeziehung aller offiziellen Daten, zeigte die Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern der Inseln am Freitag mit 62 Prozent an (Vortag: 61 Prozent). Die Ampel stand darum auf Rot.

Die allgemeine Lage im balearischen Gesundheitswesen wurde gleichwohl als "exzellent" bezeichnet, die Corona-Ampel stand auf Grün.

Zum Hintergrund: Die Inseln verfügen über etwa 1000 Betten für Coronakranke und 200 Intensivbetten. (Im März waren es rund 180 Intensivbetten gewesen. Die Höchstzahl der Krankenhauseinlieferungen hatte auf dem Höhepunkt der Coronakrise am 4. April 592 betragen). Viele Personen, die momentan in Krankenhäusern liegen, befinden sich dort, weil sie zu Hause nicht isoliert werden können. Auf den Intensivstationen der Balearen wurden am Freitag 120 Patienten gemeldet (Vortag: 116).

Positivitätsrate:

Die sogenannte Positivitätsrate, das heißt der Prozentsatz der positiven Tests im Vergleich zu allen PCR-Tests, betrug nach Angaben des balearischen Gesundheitsministeriums am Freitag 12,89 Prozent (Vortag: 12,04 Prozent). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass dieser Indikator mindestens unter 5 Prozent bleiben sollte.

Auf sieben Tage hochgerechnet lag dieser Wert am Freitag bei 12,9 (Vortag: 12,9). Die Corona-Ampel stand auf Rot.

7-Tage und 14-Tage-Inzidenz:

Die spanische Zentralregierung gab die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner für die Inseln am Donnerstag mit 342,25 an (Vortag: 311,36). Allerdings waren diese Angaben Anfang September allgemein in die Kritik geraten, da wegen Verzögerungen und Übertragungsproblemen zu wenig Fälle in die Statistik in Madrid einflossen. Am Wochenende werden keine Zahlen ermittelt.

Als zutreffender ist nach Angaben der Balearen-Regierung die 14-Tage-Inzidenz, die am Donnerstag bei 624,21 lag. (Vortag: 612,64)

Spanienweit betrug die 7-Tage-Inzidenz am Donnerstag 311,50 (Vortag: 270,51).
Die 14-Tage-Inzidenz wurde mit 522,74 (Vortag: 492,88) angegeben.

Hintergrund: Das deutsche Robert-Koch Institut (RKI) legt für die Ausweisung von Corona-Risikogebieten eine 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner als Obergrenze fest. Aus diesem Grund sind Mallorca und die Nachbarinseln aus deutscher Sicht als Risikogebiete eingestuft, bei entsprechender Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Die europäische Seuchenschutzbehörde ECDC wiederum empfiehlt bei einem 14-Tage Wert von 60 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern die Einleitung von Maßnahmen. Bei 250 Fällen seien sogar drastische Schritte zu ergreifen.

Das spanische Gesundheitsministerium hatte Anfang Oktober beschlossen, dass in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern strenge Maßnahmen ergriffen werden müssen, wenn die 14-Tage-Inzidenz über 500 Fälle steigt.

Corona-Infektionsrate:

Nach Berechnungen des Wirtschaftskreises "Círculo de Economía de Mallorca" betrug die Infektionsrate am Freitag 1,20 (Vortag: 1,20). Die Corona-Ampel steht auf Rot.

Die Infektionsrate ist ein Trendindikator, der die Anzahl der Personen schätzt, die jeweils von einer infizierten Person angesteckt werden. Ist die Infektionsrate größer als 1, breitet sich das Virus in der Region aus. Der Wert dieses Indikators kann von Tag zu Tag stark variieren und reagiert auch empfindlich auf wochenendbedingte Schwankungen.

Die Corona-Ampel wird täglich aus den Daten des balearischen und des spanischen Gesundheitsministeriums berechnet. Sie zeigt in den Farben Rot, Gelb und Grün die Infektionslage auf den Balearen an. Hier gelangen Sie zur Corona-Ampel

Weitere Daten zur Coronalage auf Mallorca und den Nachbarinseln:

Als genesen gelten balearenweit am Freitag 456 zusätzliche Personen (Vortag: 497). Davon wurden 38 aus dem Krankenhaus entlassen (Vortag: 40.)

Die Zahl der erfolgten PCR-Tests betrug am Freitag 4592 (Vortag: 5157). Seit Beginn der Coronakrise wurden auf den Balearen insgesamt 866.616 PCR-Tests gezählt.

Die Zahl der Patienten, die auf Mallorca mit einer Coronainfektion im Krankenhaus behandelt werden, lag Freitag bei 352 (Vortag: 302). Auf den Intensivstationen befinden sich derzeit 102 Patienten (Vortag: 102). Insgesamt 7664 Personen werden in häuslicher Quarantäne versorgt (Vortag: 7789).

In den Seniorenheimen auf den Balearen sieht die Lage wie folgt aus: Insgesamt zählten am Freitag 109 Bewohner der Residenzen zu den "aktiven" Coronafällen (Vortag: 106), von ihnen müssen 94 im Krankenhaus behandelt werden (Vortag: 90). Seit Beginn der Pandemie starben auf den Balearen 229 Senioren, die in Altersheimen untergebracht waren, mit einer Coronainfektion.

Unter dem Gesundheitspersonal auf den Inseln gibt es derzeit 244 aktive Fälle (Vortag: 232), 510 Mitarbeiter im Gesundheitssektor (Vortag: 489) stehen unter Beobachtung, da sie engen Kontakt zu Infizierten gehabt haben.

Kommentar

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich registrieren lassen und eingeloggt sein.

* Pflichtfelder

Majorcus / Vor 9 Monaten

@ mtheis3@gmx.de : Sie sind der meinung, damit Sie keine Hygiene-Regeln einhalten müsssen, ist es angemessen, dass Ihre Mutter sterben muß? Interessante Abwägung - allerdings Menschenverachtend - sind Sie ein Nazi?

mtheis3@gmx.de / Vor 9 Monaten

Ja, manchmal muss man Entscheidungen fällen. Ganz normal.

Majorcus / Vor 9 Monaten

Wegen den vielen CoVid-Patienten auf Intensiv (120 Menschen belegen 120 von 200 Betten) steht für die übrigen Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall etc. nicht einmal mehr 40 % der üblichen Kapazität zur Verfügung, weil das Fach-Personal fehlt ... TRIAGE ist der nächste Schritt - nur weil zu viele Unvernünftige zu Lasten Aller den Virus rücksichtslos verbreiten ...