Armengol: "Virus zeigt, wie verletzlich die Balearen sind"

| Mallorca |
Die Ministerpräsidentin der Balearen Francina Armengol setzt neben dem Tourismus auf weitere Wirtschaftszweige auf den Balearen.

Die Ministerpräsidentin der Balearen Francina Armengol setzt neben dem Tourismus auf weitere Wirtschaftszweige auf den Balearen.

Foto: P. BOTA

Anlässlich des Tags der Balearen am Montag hat die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol den Zusammenhalt der Menschen gelobt. Dieser sei wichtig, wenn es darum gehe, schlechte Momente zu überwinden. Darüber hinaus sagte sie, dass die Pandemie gezeigt habe, wie verletzlich die Inseln sind.

Das bezog Armengol auf den Tourismus. "Die exzessive Abhängigkeit vom Tourismus ist ein struktureller Mangel", sagte die Sozialistin. Außerdem sei die Gesellschaft verletzlicher als gedacht. Das sehe man an der wachsenden Armut, die die Corona-Pandemie verursache.

Die Wirtschaft auf den Balearen müsse diverser und damit weniger abhängig vom Tourismus werden, sagte Armengol. Die Tourismus-Industrie müsse bewusster mit der Umwelt umgehen. Die finanziellen Hilfen aus Brüsseln, um den Wiederaufbau der Wirtschaft in einer Post-Corona-Zeit voran zu treiben, seien essentiell für die Balearen. Bei dem Regierungsakt anlässlich des Tags der Balearen ehrte die Ministerpräsidentin besonders Pflegekräfte. Sie sagte: "Wir kommen da wieder raus". (ps)

Kommentar

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Asterix / Vor 9 Monaten

@Carlos: denk mal über dein Kommentar nach...DER ist zum kotzen.

M. / Vor 9 Monaten

Viele Kommentare belegen, warum der Virus so viele Tote brachte - weil diese Menschen unverantwortlich, rücksichtslos & ignorant sind.

Carlos / Vor 9 Monaten

Erst mit panikartiger und unsinniger Politik alles zugrunde richten und dann die Kohle aus Brüssel kassieren. Typisch Sozialisten, typisch Spanier! Zum Kotzen sowas...

FM Parker / Vor 9 Monaten

Was soll man schon dazu sagen, nichts als leere Worte. Wenn man die Menschen einfach mal lassen würde, wäre schon vielen geholfen. Ganz ehrlich im 21. Jahrhundert brauchen wir keinen Nannystaat mehr. Ich würde mich freuen, wenn man den Bürgern mehr Eigenverantwortung zutrauen würde.

Asterix / Vor 9 Monaten

@Uwe: "goldene Nase verdient" klingt ein wenig, wie ein Vorwurf. An den norddeutschen Inseln läuft das nicht grade viel anders. Haupteinnahme ist nicht Fischfang, oder sowas, sondern der Tourismus. Was richtig ist, ist die Tendenz den Massentourismus, der in den letzten Jahren ausgeufert ist, einen Riegel vorzuschieben. bzw. den Tourismus auf ein vernüftiges Maß zurück zuschrauben. Aber, wie bei den deutschen Inseln, wird sich hier auch keine Industrie kommen. Der Tourismus wird Haupteinnahmequelle bleiben. Warscheinlich reduzierter. Dann kommen halt weniger Arbeitskräfte vom Festland usw...

Michael Düsseldorf / Vor 9 Monaten

Also Umweltschutz steht nun überhaupt nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem Niedergang des mallorquinischen Tourismus. Der wäre auch erfolgt, wenn man 5 Sterne Deluxe für die Umwelt gehabt hätte. Denn Grund ist nicht Umwelt, sondern Corona. Wohl aber erhalten Regierungen und Firmen (wie z.B. Air France) nur dann öffentliche Gelder, wenn sie neue Maßnahmen für einen Umweltschutz damit verbinden. Interessant wird sein, was auf Mallorca Weltmarkttaugliches außer Tourismus produziert werden könnte. Mandeln oder Paprika werden es nicht sein.

Roland / Vor 9 Monaten

"Die exzessive Abhängigkeit vom Tourismus ist ein struktureller Mangel". Den hat man aber Jahrzehnte so gewollt und daran gut verdient.

"Die Wirtschaft auf den Balearen müsse diverser und damit weniger abhängig vom Tourismus werden" Wie soll denn das neue Geschäftsmodell aussehen. Reine Träumerei für das nächste Jahrtausend.

Sie sagte: "Wir kommen da wieder raus". So einen ähnlichen Satz habe ich schon einmal von einer Dame aus DE gehört. Daraus ist aber nichts geworden.

Gloria / Vor 9 Monaten

Mutti 2.0 sagt " wir schaffen das ..." bzw. " wir kommen da wieder raus " wo sie uns reingebracht hat - Jetzt kopiert sie nicht nur die Merkel Route , sondern auch schon die Sprüche. Kein Tourismuss mehr und dafür Ackerbau und Viehzucht ? als Perspektive klingt zumindest ölkilogisch und Greta konform. Vielleicht wäre eine Hightech Oase sinnvoll - wie einst Sillicon Valley in Californien, oder Wasserstoff aus Sonnenenergie zu gewinnen und an die EU Länder zu verkaufen - geht aber halt alles nicht so schnell, man sollte für die hungernden Leute eine Zwischenlösung finden

Engel Aloisius / Vor 9 Monaten

Nein ArmeGol, Corona hat gezeigt, wie bescheuert und unfähige Politiker sind.

Alex / Vor 9 Monaten

Auf Ultimahora ist der Artikel ausführlicher. Dort steht auch, dass man mit finanziellen Mitteln aus Brüssel die Balearenwirtschaft diversifizieren will. Leider bleibt offen womit man in Zukunft denn wirtschaften will? Eine Tesla-Fabrik ist nicht in Sicht und für einen internationalen Dienstleistungssektor oder gar ein europäisches Silicon Valley fehlt ein attraktives Steuersystem.