Der Mechaniker, der die Tür der Air-Arabia-Maschine reparierte, sagt vor dem Richter aus. Die Polizei hatte die Flucht der Passagiere zunächst nicht verhindern können. | ultimahora.es

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Zu dem Flughafen-Vorfall Anfang November auf Mallorca sind neue Details bekannt geworden. Demnach hatten jene Passagiere, die aus der Maschine geflohen waren, hierfür eine Notfalltüre geöffnet und diese dabei beschädigt. Aus diesem Grund hatte ein technischer Mitarbeiter des Airports die Ausstiegsluke reparieren müssen, was zu der stundenlangen Verzögerung beim Rückflug der Air-Arabia-Maroc-Maschine beigetragen hatte.

Der Techniker war jüngst von der Ermittlungsrichterin in Palma zur Vernehmung vorgeladen worden, berichtet die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora. Auch wenn über die Aussagen des Mitarbeiters nichts Näheres bekannt wurde, so stand nun zumindest fest, dass die Luke durch den Vorfall nicht mehr ohne Weiteres funktionsfähig gewesen war.

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Wie bereits berichtet, hatte ein Passagier an Bord mutmaßlich einen Diabetes-Notfall simuliert, sodass der Pilot bei dem Flug von Casablanca nach Istanbul eine Notlandung in Palma de Mallorca vornahm. Der Passagier wurde ins Krankenhaus gebracht, sein Zustand stellte sich daraufhin als unbedenklich heraus.

Währenddessen hatten nach Angaben der Flugbegleiter zahlreiche weitere Passagiere in der Maschine massiv das Aussteigen aus dem Flugzeug gefordert, angeblich um draußen rauchen zu können. Diese Passagiere sollen zuletzt die Besatzung überwältigt haben. Die Männer gelangten ins Freie, flüchteten über das Rollfeld und verschwanden in der Dunkelheit.

Das Gericht muss klären, ob dieser Ausbruch vom 5. November spontan erfolgte oder im Vorfeld geplant gewesen war. Von den 25 Geflohenen konnten 21 gefasst werden. Sie befinden sich auf Mallorca in Untersuchungshaft und müssen sich wegen des Vorwurfs des Aufruhrs, der Nötigung und der illegalen Einreise verantworten. Vier weiteren Männern gelang die Flucht auf das spanische Festland. Nach ihnen wird weiter gefahndet.