Die russische Yacht "Lady Anastasia" liegt in Port Adriano vor Anker (Foto: ultima hora)

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Taras O., der 54-jährige Ukrainer, der die Yacht seines russischen Chefs in Port Adriano versenken wollte, wurde nun angeklagt. Ihm wird ein geringfügiges Vergehen und Sachbeschädigung vorgeworfen. O., der Chefingenieur der Lady Anastasia war, ist am 26. Februar verhaftet worden. Vor Gericht berief er sich auf sein Recht, nicht auszusagen, und wurde freigelassen. Der Guarda Civil erklärte er, er habe dies getan, um sich an seinem Arbeitgeber, Alexander Mijeev, zu rächen. Letzterer ist Leiter eines Unternehmens, das Waffen für die Regierung von Wladimir Putin produziert.

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O. öffnete ein Ventil im Maschinenraum, das mit dem Schiffsrumpf verbunden war. Er konnte seine Kameraden noch warnen, sodass alle rechtzeitig das Boot verlassen konnten. Vorher gelangte es ihm noch, ein weiteres Ventil der sieben Millionen teuren und 48 Meter langen Yacht zu öffnen.

O. hatte zehn Jahre auf der Yacht gearbeitet. Seine Frau und sein 27-jähriger Sohn lebten in Kiew. In einem Interview mit der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora teilte er mit, dass er sich bei der Armee in der Ukraine gemeldet hatte. Seine Tat bedauert O. aber bislang nicht. Er sagt: "Ich habe meinen Job verloren, aber das ist kein Problem. Mein Land werde ich nicht verlieren. Ich bin kein Held, sondern ein alter Mann, und ich habe viel Erfahrung in der Mechanik. Ich habe noch nie eine Waffe in die Hand genommen, aber wenn ich es muss, werde ich es tun."