Die Polizei ist im Viertel Son Gotleu mittlerweile rund um die Uhr präsent. | A. Sepúlveda

Nach mehreren wilden Schießereien zwischen den Mitgliedern von Gitano-Clans in Palmas Problemviertel Son Gotleu kontrolliert die Polizei nun das gesamte Barrio. Die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" schreibt: "Die Polizei hat Son Gotleu eingenommen". In erster Linie gehe es den Beamten darum, dort "ein Blutbad zu verhindern". Dafür soll jede einzelne Straße in der Gegend rund um die Uhr von uniformierten Beamten und Kollegen in Zivil beobachtet und überwacht werden.

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Da sich die Bewohner des Viertels oft gegenseitig per Handy vor Kontrollen warnen, führen die Polizeibeamten in Son Gotleu derzeit sogenannte "Blitz-Aktionen" durch. Heißt: Eine Straße wird von einer Sekunde auf die andere komplett umstellt und abgeriegelt und es werden Kontrollen, beispielsweise der dort befindlichen Autos, durchgeführt. Hier suchen die Polizisten insbesondere nach Feuerwaffen und Drogen.

In der Gegend von Palma war es in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder zu Schießereien gekommen. Ende Mai schossen Mitglieder von zwei verfeindeten Clans aufeinander, genauso wie einige Monate zuvor im Dezember des vergangenen Jahres. Vergangene Woche dann wurden in Son Costa, unweit von Son Gotleu, Schüsse auf einen Porsche Cayenne abgegeben. Die größte Sorge der Polizei ist, dass bei einer solchen Schießerei Unbeteiligte getroffen werden könnten.