Der Cúber-Stausee ist einer von zwei Trinkwasser-Stauseen auf Mallorca. Die meiste Versorgung erfolgt indes über das Grundwasser. | Archiv

Ein extrem niederschlagsarmer Juni lässt die Wasserreserven auf Mallorca sowie auf den anderen balearischen Inseln weiter schrumpfen. Die Pegel der Grundwasserstände liegen im Durchschnitt unter den Werten des Vorjahres. Verfügte die Inselgruppe im Juni 2021 über 54 Prozent volle Trinkwasserreservoirs, stehen den Balearen im Juni 2022 nur noch 53 Prozent der Trinkwasser-Reserven für Urlauber und Einheimische zur Verfügung.

Betrachtet man die Inseln einzeln, hat lediglich Ibiza mit 59 Prozent dieselbe Menge an Grundwasser zur Verfügung wie im Vorjahr. Mallorca liegt mit 53 Prozent drei Prozentpunkte unter den Werten von 2021. Menorcas Zahlen sind mit 50 Prozent ebenfalls fünf Prozentpunkte geringer als im vergangenen Jahr. Formentera hatte im Juni 2021 mit lediglich 39 Prozent die schlechtesten Zahlen und kommt im Vergleichszeitraum in diesem Jahr auf nur noch auf 37 Prozent.

Meteorologen und Wetterexperten machen die extreme Wetterlage in Form von äußerst geringen Niederschlägen für die niedrigen Pegelstände verantwortlich. Im Durchschnitt regnete es auf den Inseln im Juni gerade einmal 2,1 Liter pro Quadratmeter. Der Mittelwert für diesen Sommermonat der vergangenen Jahre lag bei 12,9 Litern.

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Mallorca hatte im Juni dieses Jahres 2,5 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Hier liegt der langjährige Mittelwert bei 13,4 Liter pro Quadratmeter.