Acht Nachtlokalen steht in den Partyhochburgen eine Schließung bevor. | M. À. Cañellas

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Die vor anderthalb Monaten erlassenen Verordnungen gegen Exzesstourismus auf Mallorca haben bereits zu ersten Ergebnissen geführt. Insgesamt wurden 90 Anzeigen wegen Verstößen und vier Verfahren zur vorsorglichen Schließung verschiedener Einrichtungen in Magaluf und an der Playa de Palma ausgestellt. Dies gab der zuständige Tourismusminister, Iago Negueruela bei einer Sitzung mit Vertretern der Stadtverwaltungen von Palma, Calvià und Sant Antoni de Portmany bekannt. Er sagte: "Es wäre unmöglich zu versuchen, die Praktiken von so vielen Jahren in nur eineinhalb Monaten auszumerzen." Gleichzeitig betonte er aber, dass die neue Verordnung eine starke Sanktionskraft habe.

Die Art der angezeigten Straftaten soll sehr unterschiedlich sein. In Magaluf soll es bereits zu vier vorsorglichen Schließungen von Lokalen gekommen sei. Dabei werde zwei Einrichtungen vorgeworfen, Frauen erniedrigend zu behandeln. In diesen beiden Table-Dance-Lokalen sollen Frauen in Unterwäsche vor den Etablissements versucht haben Kunden anzulocken. In den beiden anderen Betrieben wurde die Frist für den Verkauf von Alkohol an die Öffentlichkeit nicht eingehalten.

An der Playa de Palma werden zurzeit vier Schließungsvorschläge bearbeitet. Drei Lokalen wird vorgeworfen, Alkohol nach Ladenschluss zu verkaufen, wohingegen das vierte Alkohol an Minderjährige verkauft haben soll.

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Das Rathaus von Sant Antoni hat seinerseits noch keinen Vorschlag für eine Schließung gemacht, obwohl ein Ratsmitglied darauf hinwies, dass es auch hier definitiv Probleme gebe. In bestimmten Tanzlokalen soll daher eine Kontrolle von Tonanlagen durchgeführt werden.