Flamingos im Naturpark S'Albufera. | Ultima Hora

Im Naturpark Albufera im Norden von Mallorca sind in diesem Sommer erstmals Flamingo-Küken geschlüpft. Matíes Rebassa, der Chef des geschützten Areals, sagte dem TV-Sender IB3, dass diese Vögel noch vor wenigen Jahren nur für kurze Zeit auf Mallorca zwischengelandet seien, um dann woanders hinzufliegen. Jetzt jedoch nutzten sie das Feuchtgebiet auf der Insel auch als Brutstätte. Immerhin zwischen 150 und 200 Exemplare befänden sich derzeit dort.

Laut Rebassa hatten sich noch vor 15 Jahren nur einige wenige Flamingos im Norden von Mallorca aufgehalten. Die massenhafte Ankunft der Tiere habe mit dem stärkeren Salzgehalt des Feuchtgebietes zu tun. Im Salinengebiet im Südosten der Insel machen diese langbeinigen rosa Vögel ebenfalls regelmäßig Station.

Weil das Wasser inzwischen salzhaltiger sei, werden andere Vogelarten aus der Albufera nach Angaben des Parkchefs zunehmend verdrängt Das liege auch daran, dass sich zunehmend auch Nitrate aus der Landwirtschaft dort fänden.

Flamingos haben sich auf eine Ernährung von Organismen des Planktons spezialisiert, den sie mit ihrem speziell geformten Schnabel aus dem Brackwasser filtern. Daneben verspeisen sie aber auch größere Beutetiere. Dazu zählen Fische und Einsiedlerkrebse.

Flamingos beflügeln bekanntlich neben Palmen, Orangen und weißem Sand die Sehnsucht nach dem Süden in Gebieten mit langer winterlicher Dunkelheit und Kälte in Mittel- und Nordeuropa. Sie vermögen es, fotobegeisterte Urlauber magnetisch anzulocken.