Die UFAM ist eine Spezialeinheit der Nationalpolizei, die sich um Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt kümmert. | ALEJANDRO SEPULVEDA

Einem Mann aus Paraguay drohen 16,5 Jahre Haft auf Mallorca. Das ist zumindest das von der Staatsanwaltschaft in Palma geforderte Strafmaß. Der 29-Jährige soll drei minderjährige junge Frauen sexuell missbraucht haben, dabei handelt es sich zum einen um seine eigene Schwester, zum anderen um zwei ihrer Freundinnen. Die Taten sollen sich zwischen März und Dezember 2020 in der Wohnung der Familie in Palma ereignet haben. Darüber hinaus soll er den Opfern, die heute 16 und 18 Jahre alt sind, mit 20.000 bzw. 6.000 Euro entschädigen. Ihm droht nicht nur die Haft, sondern auch eine Abschiebung.

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Der Mann soll seine Schwester im Herbst 2020 zweimal unsittlich im Schambereich und an den Beinen berührt haben, während sie schlief. Zu dem Zeitpunkt war das Mädchen 14 Jahre alt. In einem anderen Fall handelte es sich um eine gleichaltrige Freundin, bei der er ähnlich vorging. Sie brachte den Missbrauch zur Anzeige und konnte den Ermittlern so helfen, weitere Straftaten aufzudecken, die wahrscheinlich ebenfalls auf das Konto des Angeklagten gehen. Seine Schwester hat währenddessen ihre Anklage zurückgezogen. Im Februar soll in Palma der Prozess beginnen.