Zwei mallorquinische Unternehmen sicherten sich beim Ausverkauf der Bad Bad Sareb jüngst insgesamt 313 Vermögenswerte auf Mallorca. | Ultima Hora

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Zwei Unternehmer aus dem Nachtleben Mallorcas sowie ein ehemaliger Bürgermeister von Palma haben jüngst beim Ausverkauf von Vermögenswerten auf der Insel groß zugeschlagen. Laut einer Meldung der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" vom Dienstag sicherten sich die beiden Brüder Rafael und Antonio Peña Martínez, Betreiber der Diskothek Decàpolis im Gewerbegebiet Son Valentí nahe des Fußballstdions Son Moix, im zurückliegenden Oktober 312 Immobilienobjekte aus dem Fundus der 2012 gegründeten Bad Bank Sareb. Damit gehörten sie zu den besten Kunden spanienweit, nur der Investmentfonds Inversiones Alcaidesa Seaviews habe Sareb mit 630 Assets noch mehr abgenommen.

Deutlich zurückhaltender zeigte sich Medienberichten zufolge das mallorquinische Unternehmen Sineu Inversores, hinter dem der ehemalige Bürgermeister von Palma, Mateu Isern, und dessen Frau Maria José Barceló stehen. Dieses nahm der Bad Bank das Apartahotel Vistalegre in Manacor ab. Im Handelsregister ist das Unternehmen mit einer Kapitaldecke von 3,9 Millionen Euro eingetragen. Unter den Sareb-Kunden nehmen der Lokalpolitiker und seine Frau Rang 20 ein.

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Die jetzt veröffentlichen Informationen gehen auf eine Klage des spanischen Medienunternehmens Newtral zurück. Dieses hatte sich zunächst erfolglos um Einblicke in das Geschäftsgebaren der Bad Bank bemüht.

Nach dem Platzen der Immobilienblase hatte die spanische Regierung 2012 die Gründung der Sareb angeordnet. Diese übernahm in der Folgezeit von insgesamt neun angeschlagenen spanischen Geldinstituten Vermögenswerte in Höhe von mehr als 51 Milliarden Euro. Das anfängliche Ziel, sämtliche Assets mit einem Gewinn von 15 Prozent zu verkaufen, wird Sareb dem Handelsblatt zufolge vermutlich nie erreichen. Vor allem die notleidenden Kredite machten der Bad Bank demnach zu schaffen. "Es gibt deutlich mehr Käufer für Immobilien als für faule Kredite", sagte Sareb-Chef Jaime Echegoyen gegenüber der deutschen Finanzzeitung.