Ein Vorfall ereignete sich in Palmas Busbahnhof, wo der Chauffeur die Zufahrtsschranken demolierte. | Patrica Lozano

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Sechs Unfälle in nur fünf Monaten und drei weitere Bußgeldbescheide von der Verkehrsbehörde DGT wegen Fahrdelikten: Diese Bilanz des Fahrers eines Überlandbusses auf Mallorca hat dazu geführt, dass der Verkehrsverbund TIB seiner überdrüssig wurde und ihm seinen Arbeitsvertrag kündigte.

Doch insbesondere eine Verkehrssünde, die sich im Busbahnhof von Palma im August 2021 ereignete, brachte das Fass zum Überlaufen. Der Bus fuhr in den Umsteigebahnhof Estació Intermodal hinein, obwohl die Schranken bereits halb geschlossen waren. Trotz des Schlages auf die Karosserie des Fahrzeugs bemerkte der Fahrer diesen Umstand nicht, fuhr einfach weiter und zertrümmerte auf diese Weise die Schranken.

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Zudem hatte sich der Fahrer noch weitere gravierende Fehler geleistet: Weil er zweimal über eine halbe Stunde zu spät zur Arbeit erschien, führte das zu einem Chaos in dem Fahrplan des Bus-Unternehmens. Bei den Unfällen, die er verursachte, beschädigte er den von ihm gefahrenen Überland-Bus auf diverse Art und Weise. Einmal fuhr er gegen einen Baum auf der Strecke von Son Caliu nach Palma, das andere Mal schleifte er mit der Seite des Fahrzeuges an einem Bordstein, und zu guter Letzt rammte er mit dem Bus noch eine Mauer.

Nach jedem einzelnen dieser Vorfälle wurde sein Arbeitsverhältnis zwischen fünf bis sechzig Tagen ausgesetzt. Doch die letzte Aktion, die sich der Buschauffeur leistete, führte zu seiner Entlassung mit der Begründung, dass "solch ein Verhalten die Sicherheit der Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln gefährdet." Seine Klage gegen die Kündigung wurde vom Gericht zurückgewiesen.