Festgemachte Boote im Hafen von Pollença | Juanjo Roig

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Liegeplätze für private Boote und Yachten sind auf Mallorca bekanntlich spärlich gesät. Bestes Beispiel hierfür ist der Yachthafen von Port de Pollença, in dem die Nachfrage das Angebot fast ums Doppelte übersteigt. So liegen der Hafenverwaltung derzeit knapp 900 Anträge für einen der insgesamt 500 Plätze vor. Besonders dramatisch: Der Erste auf der Warteliste hatte seinen Antrag bereits vor 20 Jahren gestellt.

Die Alternativen für alle, die auf einen Liegeplatz warten, sind alles andere als verlockend. Entweder man sucht sein Glück in einem anderen Hafen, oder man legt die Yacht an eine Boje außerhalb der schützenden Molen und Kaimauern. Für Besitzer von kleineren Booten besteht auch die Möglichkeit, diese auf einem Autoanhänger, Trailer genannt, zu transportieren, vorausgesetzt man besitzt ein ausreichend großes Grundstück oder eine geräumige Garage, um das Boot dort zu parken.

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Der akute Mangel an Liegeplätzen in Port de Pollença hat dazu geführt, dass die Zahl an illegalen Festmacher-Bojen in der nördlichsten Bucht der Insel insbesondere in den Sommermonaten stark zugenommen hat. Der Trick: An einem im Meer selbst versenkten Betonklotz werden diese Bojen ohne irgendeine Genehmigung festgebunden. Zum Ärger von Umweltschützern.

So hat der balearische Umweltschutzverband GOB mehrmals darauf hingewiesen, dass diese Art von hausgemachten Ankerplätzen negative Auswirkungen auf die unter Naturschutz stehenden Seegraswiesen am Meeresboden hat. Der Verband hat die Gemeinde in Pollença aufgefordert, die illegalen Verankerungspunkte zu beseitigen.

Die Landesregierung hatte im vergangenen November angekündigt. 160 zusätzliche Liegeplätze im Hafen auszuweisen. Allerdings nur für Boote von einer Länge zwischen vier und fünf Metern.