Oberbürgermeister: "Wir wollen keinen Sauftourismus"

Playa de Palma, Mallorca |
Das Archivfoto zeigt Oberbürgermeister José Hila (l.) und Tourismusminister Biel Barceló vor einer Woche an der Playa de Palma.

Das Archivfoto zeigt Oberbürgermeister José Hila (l.) und Tourismusminister Biel Barceló vor einer Woche an der Playa de Palma. Die Politiker wollen die dortigen Alkoholexzesse unterbinden

Foto: Foto: cze

Die Stadt Palma und die Balearen-Regierung werden diesen Sommer keine Alkoholexzesse am Strand sowie auf den Straßen und Plätzen der Playa de Palma dulden. "Die Urlauber sollen sich amüsieren, aber wir wollen keinen Sauftourismus", sagte Palmas Oberbürgermeister José Hila am Dienstag nach einer Zusammenkunft mit den Hotelverbänden und Anwohnervereinigungen an der berühmten Tourismusmeile auf Mallorca.

Die Verbotsschilder, die Saufgelage in der Öffentlichkeit untersagen, werden in spätestens ein bis zwei Wochen an der Playa angebracht sein. Von jenem Zeitpunkt an werden dann bei Zuwiderhandlungen Geldbußen kassiert, sagte Hila auf Anfrage.

Nach den jüngsten Vorkommnissen an der Playa – einem Freibiergelage am Strand am 22. April sowie der zuletzt abgesagten Mallorca-Polonaise am 1. Mai – habe die Stadtverwaltung über die Lokalpolizei zwei Verfahren gegen die Organisatoren eingeleitet. Die Verfahren gingen nun ihren rechtlichen Weg.

Der balearische Tourismusminister Biel Barceló kündigte zahlreiche Inspektionen in den Betrieben an. Die Polizei werde in voller Sollstärke Präsenz zeigen.

Der Sauftourismus könne nicht über Nacht beseitigt werden, räumte Hila an. "Wir haben aber den Kampf aufgenommen." (as)

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Kontra / Vor über 3 Jahren

Herr Bürgermeister, hier gehts nicht mehr um Polemik gegen den Sauftourismus, sondern organisierte Kriminelle, die die Urlauber bedrohen, ausrauben und betrügen. Sorgen Sie dafür, dass sie endlich verschwinden und schon haben Sie 80% der Probleme beseitigt. Comprende??

Hajo Hajo / Vor über 3 Jahren

Statt zu Reden, sollten sie endlich handeln. Ist doch ganz einfach, Verbot der Prostition, illegale Strandhändler, Prostituierte und Hütschenspieler einsperren und per Gerichtsbeschluss abschieben. Allerdings auch die Polizei auf Trab bringen, und die Kontrollen verschärfen. Dazu Installation weiterer Videokameras, um die Brennpunkte zu überwachen. Fertig.

MEGAchecker / Vor über 3 Jahren

Was verbindet die Politiker in der EU? Viel schwafeln und nichts schaffen. Die höchste Leistung eines/r Politikers/in reden, reden, reden, ........., bis zum St. Nimmerleinstag und Gesichtsbad in der Menge. Umsetzungskompetenz .... bitte was ist das?

bernd / Vor über 3 Jahren

Da kann man die Uhr nach stellen:Jedes Jahr im April/Mai werden große Dinge angekündigt, die dann aber nicht umgesetzt werden :-). Wer weiß, welche zwei mächtige mallorquinische Familenclans an der Playa das Sagen haben, wundert sich nicht. Übrigens: Im Vergleich zu Magaluf ist der Ballermann ein Kindergeburtstag

Heinz Roth / Vor über 3 Jahren

Oberbürgermeister: "Wir wollen keinen Sauftourismus" - Dann TUT ENDLICH etwas dagegen, statt EWIG darüber zu SCHWÄTZEN!

MEGAchecker / Vor über 3 Jahren

Die Botschaft les ich wohl, doch allein mir fehlt ein wenig der Glaube. Schön, wenn die Vorhaben des neuen Oberbürgermeisters aufgehen. Auch ich wünsche mir ein urlaubswerte Playa de Palma. Gegen menschenunwürdige Benehmen hätte die Mallepolizei aber auch bisher vorgehen können. Warum tat sie das so gut wie nie. Ich hoffe und wünsche dem neuen Oberbürgermeister, dass er sein Vorhaben zum Wohle der normalen UrlauberInnen und der Playa de Palma umsetzen kann und wünsche ihm alles Gute dafür. Und Herr Oberbürgermeister, bitte nicht auf Heerscharren fliegender Händler, Masseure, Klauhuren usw. vergessen, die machen die Playa der Palma auch nicht urlaubswerter