Die Parteispitze der konservativen PP auf den Balearen feierte am Sonntag den Sieg der Kollegen in Andalusien. Parteichefin Margalida Prohens (Mitte, im weißen Blumenkleid) will im kommenden Jahr die Sozialistin Francina Armengol als Ministerpräsidentin von Mallorca und den Nachbarinseln ablösen. | Ultima Hora

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Nach dem erdrutschartigen Sieg der Volkspartei Partido Popular (PP) bei den Regionalwahlen in Andalusien wittern auch die Konservativen auf Mallorca, die im kommenden Jahr Ministerpräsidentin Francina Armengol (Sozialisten) aus dem Amt jagen wollen, Morgenluft. Die Parteispitze feierte den Erfolg der südspanischen Kollegen am Sonntagabend in der PP-Zentrale im Palau Reial in Palma. Auch mit dabei war die balearische PP-Vorsitzende Marga Prohens, obwohl diese sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes immer noch in Elternzeit befindet. Sie will 2023 Ministerpräsidentin auf Mallorca und den Nachbarinseln werden.

Die Generalsekretärin der PP, Sandra Fernández, twitterte ein Foto der Parteispitze und schrieb dazu: "Auch die balearische PP hat heute gewonnen. Nur wer an etwas glaubt, kann etwas erreichen." Es folgten Gratulationen an den alten und neuen Ministerpräsidenten von Andalusien, Juanma Moreno. Dieser hatte die Region bisher mit einem Drei-Parteien-Bündnis aus seinen Konservativen, den liberalen Ciudadanos und der rechtspopulistischen Vox regiert. Dank des Traumergebnisses von 43,1 Prozent der Stimmen am Sonntagabend kann der 52-Jährige Andalusien nun alleine und mit absoluter Mehrheit lenken.

Ergebnis der Regionalwahlen in Andalusien. Die konservative PP kommt auf 58 Sitze (abs. Mehrheit: 55 Sitze), die Sozialisten auf 30. Es folgen die rechtspopulistische Vox (14) sowie die Linksparteien Unidas Podemos (5) und Adelante Andalucía (2). Die liberalen Ciudadanos (C's), die 2018 noch 21 Sitze geholt hatten, verschwinden aus dem Regionalparlament.

Auf den Balearen finden die Landtagswahlen im Frühjahr des kommenden Jahres statt. Die Wahlumfragen deuten derzeit auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem linken und dem rechten Block hin. Der letzten Erhebung zufolge käme sowohl das derzeit regierende Armengol-Bündnis aus Sozialisten, Öko-Regionalisten und Ultralinken als auch die Opposition aus Konservativen, Liberalen und Ultra-Rechten auf etwa 28 bis 29 Sitze im Regionalparlament in Palma. Für die absolute Mehrheit sind 30 Sitze notwendig. "Königsmacher" könnten in diesem Fall regionale Kleinparteien werden.