Einige Teilnehmer auf den letzten Metern zum Ziel. | Juanjo Roig

In der Nacht von Samstag auf Sonntag fand nach zwei Jahren Pandemie-Pause mit rund 5000 Teilnehmern die 48. Auflage der "Marxa des Güell a Lluc a Peu" ("Fußmarsch von Güell nach Lluc") statt. Gegen 23 Uhr durchschnitt Palmas Bürgermeister Jose Hila gemeinsam mit anderen wichtigen Personen des öffentlichen Lebens das rote Band am Startpunkt – der Plaça Güell in Palma.

Von der Inselhauptstadt aus ging es nach Marratxi und weiter nach Santa Maria, Consell, Lloseta, Biniamar, Selva und Caimari bis zum Kloster Lluc. Die meisten Teilnehmer benötigten rund zehn Stunden, um die komplette Distanz von 48 Kilometern zu absolvieren. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen freiwilligen Helfern, die entlang der Strecke Versorgungsposten aufgebaut hatten.

Ähnliche Nachrichten

Der schnellste männliche Teilnehmer klopfte noch vor halb sechs Uhr morgens an die Tür der Wallfahrtskirche des Klosters, um sich sein Teilnehmer-Diplom abzuholen. Die schnelleste Frau im Feld erreichte das Ziel um 5 Uhr 55. Ein Großteil der Wanderer traf zwischen 7 und 8 Uhr morgens ein. Die Veranstalter waren sehr zufrieden mit dem Ablauf der Nachtwanderung. Nicht nur werde das Event auch bei jungen Leuten immer beliebter, weshalb man wohl auch diese Rekordzahl an Teilnehmern erreicht habe, zusätzlich habe es lediglich zwei Routine-Einsätze für die Rettungskräfte gegeben.

Als Ursprung des Traditionslaufs gilt ein "kleines Wunder" im Jahr 1974, als die Tochter des Barbetreibers Tolo Güell bei einer Explosion glimpflich davon kam. Seiner Meinung nach waren dabei höhere Mächte mit im Spiel und er wollte der Schwarzen Madonna von Lluc bei einer kleinen Wallfahrt zum Kloster dafür danken. Während 1974 noch 30 Freunde und Bekannte von Güell aufbrachen, waren es zu Spitzenzeiten in den Neunzigerjahren bis zu 35.000.