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Da kommt selbst bei Insulanern Urlaubsstimmung auf! Am zentralen Kreisverkehr von Santa Ponça erblickt man bereits bei der Ankunft durch den schattigen Kiefernwald die glasklare türkisfarbene Bucht samt weißem Sandstrand.

Obwohl die Saison erst vor einigen Wochen begonnen hat, rekeln sich viele Urlauber auf den in Reih und Glied aufgestellten Strandliegen. Aus den kleinen Supermärkten und Bistros an der Hafenpromenade strömen Touristen eingedeckt mit Proviant, um den sonnigen Strandtag zu genießen. Sowohl in den Straßen als auch in der Badebucht vernimmt man überwiegend englische und deutsche Sprachfetzen. Doch auch viele Spanier nutzen die ersten warmen Tage, um sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen.

Der beliebte Sandstrand.

Das „Café Mozart” am Kreisverkehr scheint einer der beliebtesten Treffpunkte für deutschsprachige Urlauber zu sein. Dort kehren nach Angaben eines Servicemitarbeiters überwiegend Reisende aus der Bundesrepublik sowie aus Österreich und der Schweiz zur Mittagsstunde ein, um mit einer fruchtigen Sangria oder einem Café con leche den wohlverdienten Urlaub einzuläuten.

Geht es rund um die Strandpromenade trubelig zu, ändert sich auf der Hauptstraße in Richtung Ortseingang das Ambiente. Neben einigen Immobilienbüros, wie beispielsweise von Minkner & Partner, gibt es auf der Avinguda del Rei Jaume hauptsächlich regionale Cafés und Restaurants, die in der Mittagszeit spezielle Menüs für rund 15 Euro inklusive Vorspeise, Hauptgericht, Dessert und Getränk anbieten und sich somit auch an „Locals” richten.

SANTA PONÇA - CLUB NAUTICO SANTA PONÇA.
Der Yachthafen.

Während sich rund um den Strand eher auf Massentourismus ausgelegte Hotelbunker angesiedelt haben, befinden sich auf der Avinguda kleinere, familiäre Unterkünfte, wie zum Beispiel das Hotel „Santa Ponça Pins”. Dorthin verschlägt es überwiegend Ausflügler, Wanderer und junge Paare. „Santa Ponça ist kein Partyort. Hier geht es längst nicht so zu wie im benachbarten Magaluf”, erklärt der Rezeptionist.

Doch Santa Ponça ist nicht nur bei Pauschalurlaubern und Einheimischen beliebt, sondern verzeichnet auch im Luxussektor eine stetig wachsende Klientel. So ist es wenig verwunderlich, dass in regelmäßigen Abständen hochwertige Luxusautos an einem vorbeirauschen: Porsche 911 Cabrio, Audi, BMW, Mercedes, sogar Ferrari und Lamborghini. Der Küstenort verfügt zudem über einen eigenen Yachthafen. Der vom „Club Náutico Santa Ponça” betriebene „Port” bietet Liegeplätze für etwa 520 Sportboote und Segelyachten.

Wer weder Yacht noch Lamborghini besitzt: kein Problem. In dem Küstenort kann alles zu Fuß unternommen werden. Entlang der U-förmigen Bucht befinden sich zahlreiche Restaurants, in denen überwiegend typisch spanische Tapas angeboten werden. Von den am Wasser gebauten Außenterrassen, zum Beispiel in den Restaurants „El Balcón de María”, „Sherezade” oder „Mercader del Mar” gibt es nicht nur eine umfangreiche Speisekarte mit mediterranen Gerichten wie den beliebten gegrillten Paprikaschoten „Pimientos de Padrón”, den traditionellen Kartoffelspalten „Patatas Bravas” oder fangfrischem Fisch, sondern auch einen Panoramablick auf die Südwestküste. Nur wenige Meter vom „El Balcón de María” entfernt lädt die Rooftopbar des Hotels Bahía del Sol auf einen Sundowner ein. Bei angenehmer Chillout-Musik hat man vom Hoteldach einen Ausblick über den gesamten Küstenabschnitt. Auf der gegenüberliegenden Seite sind ebenfalls Restaurants und Chiringuitos situiert. Darunter unter anderem das Restaurant „Las Olas” oder der Beachclub „Perseverantia”.

Im "Dubliner" gibt es Live-Musik.

In Santa Ponça haben sich im Laufe der Jahre auch zahlreiche irische Bars und Pubs angesiedelt. In der „The Dubliner Bar” gibt es jeden Abend Konzerte und Live-Musik, was vor allem Publikum aus Irland anlockt. „Hier ist alles in irischer Hand, Magaluf gehört den Engländern und uns Santa Ponça”, erklärt ein Gast, der mit seinen Freunden seinen Junggesellenabschied ordentlich feiert. An diesem Abend geht ohne Zweifel mehr Guiness-Bier als Estrella Damm über die Theke.

Fazit: Wer als Resident für ein paar Tage in den Urlaubsmodus schalten will – und nicht Santa Ponça als seinen Heimathafen auserkoren hat – ist in dort bestens aufgehoben.