Politiker und Herbergsangestelle bei der Eröffnung der neuen Wanderhütte am vergangenen Montag. | Michels

Im Beisein von Ministerpräsidentin Francina Armengol ist am Montag eine neue öffentliche Wanderherberge auf der Finca Galatzó im Gemeindegebiet von Calvià eröffnet worden. Es ist die 13. Herberge ihrer Art entlang des Weitwanderweges GR-221, der sogenannten Trockensteinroute, die sich rund 300 Kilometer durch Mallorcas Westgebirge Tramuntana schlängelt. Die frisch eröffnete Herberge verfügt über 52 Schlafplätze in zwölf unterschiedlich großen Sälen. Neben den Unterbringungen beherbergt das Gebäude auch eine Küche, einen Speisesaal sowie einen Multifunktionsraum für kulturelle Aktivitäten und Öko-Workshops.

Die Übernachtung kostet wie in allen anderen öffentlichen Wanderhütten 14 Euro pro Person. Auf Wunsch können Frühstück (5,50 Euro), Mittagsmenü (13 Euro) oder Abendessen (9,50 Euro) extra geordert werden. Gleiches gilt für Bettwäsche (4,50 Euro) oder Handtücher (2 Euro). Die Kosten für den Umbau der ehemaligen Schweineställe zur Herberge auf der 140.000 Quadratmeter großen Finca Galatzó, die seit 2006 der Gemeinde Calvià gehört, beliefen sich auf 1,4 Millionen Euro. Das Geld soll nach Angaben der Landesregierung aus den Einnahmen der "Ecotasa" stammen, der auf den Balearen seit einigen Jahren erhobenen Übernachtungssteuer für Urlauber.

Mit der neuen Unterbringung, auf Spanisch "refugio" oder "refugi" in Katalanisch, stehen Wanderern auf Mallorca jetzt mehr als 450 Schlafplätze auf ihrem Weg durch die Tramuntana zwischen Sant Telm und Port de Pollença zur Verfügung. Im kommenden Jahr soll eine weitere Herberge auf dem ehemaligen Herrensitz Raixa bei Bunyola entstehen. Das Anwesen wurde von der Landesregierung 2001 als öffentliches Kulturgut gekauft.