Entscheidung über Mallorca-Flieger Niki am 22. Januar

| Wien-Schwechat |
Niki-Maschine beim Start auf Mallorca.

Niki-Maschine beim Start auf Mallorca.

Foto: R.L.
Niki-Maschine beim Start auf Mallorca.Niki-Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther von der Kanzlei "Flöther und Wissing, Rechtsanwälte, Insolvenzverwaltung, San

Der vorläufige deutsche Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther ist dagegen, das Bieterverfahren um den Kauf des Mallorca-Fliegers neu aufzurollen.

"Die überraschende Entscheidung des Landesgerichts Korneuburg hat ohne Not eine verfahrene Situation erzeugt, durch die die Existenz von Niki und die eigentlich schon geretteten Arbeitsplätze in ernste Gefahr geraten sind", sagte Flöther am Montag am Rand der schwierigen Verhandlungen.

Insbesondere der erneute Investorenprozess berge das ernste Risiko, dass alle Beteiligten am Ende mit leeren Händen dastehen, weil einfach die Zeit und das Geld fehlten, um einen neuen Erwerber zu finden. "IAG und Vueling zeigen zwar erhebliche Geduld und guten Willen, doch muss jeder verstehen, wenn dieser Investor irgendwann von seinem vertraglichen Recht Gebrauch macht, vom Kaufvertrag zurückzutreten", so Flöther.

Der vorläufige Gläubigerausschuss im deutschen Verfahren habe alle Angebote bereits auf Herz und Nieren geprüft und einstimmig mit IAG und Vueling demjenigen Bieter den Zuschlag erteilt, der nicht nur finanziell das mit Abstand beste Angebot abgegeben habe, sondern auch die meisten Arbeitsplätze erhalten wolle. Eine Entscheidung, die auch der Betriebsrat voll mittrage. "Wenn das Paket hingegen wieder aufgeschnürt wird, sehe ich für die Zukunft von Niki schwarz", so der vorläufige Insolvenzverwalter.

Unterdessen hat auch der unterlegene Mitbieter Niki Lauda gegenüber dem Handelsblatt bekanntgegeben, erneut ein Gebot vorlegen zu wollen – möglicherweise mit verbesserten Konditionen. Die Frist dafür läuft bis zum 19. Januar. Bereits am kommenden Montag, 22. Januar, soll auf der Gläubigersitzung die endgültige Entscheidung über den Zuschlag fallen.

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Sylvia Grämer / Hace about 1 year

Auch uns würde es einmal interessieren was mit unseren Tickets wird.Wir haben im November Flüge direkt bei Niki gebucht und bezahlt,jetzt wissen wir nicht ob wir sie erstattet bekommen, oder ob das Geld einfach so verschwinden wird......

FCB-Fan / Hace about 1 year

Also mir ist des net Wurscht, weil Salzburg vor meiner Haustüre näher ist als München und das teure Parken entfällt. Ich wünsche Nicki Lauda viel Glück.

RM / Hace about 1 year

OFT und Carneval: stehe voll hinter euren Kommentaren! Alles etwas dubios was von diesem Herrn Flöter kommt......

OTF / Hace about 1 year

Mich würde auch mal interessieren was jetzt mit meinen bezahlten beiden NIKI-Tickets ist... Es kam bisher weder eine Erstattung noch irgendeine Mitteilung über die Annulation der Flüge! Wer NIKI übernimmt is mir ehrlichgesagt wurscht - wenn nur wieder bald wieder Flüge ab MUC zu vernünftigen Preisen angeboten werden würden...

Carneval / Hace about 1 year

Ich denke, der Insolvenzverwalter hat den Auftrag von den Luftfahrtriesen, AB und Niki zu liquidieren. Er bekommt immer als erster sein Geld, die Mitarbeiter und die Fluggäste - sind die letzten in der Kette. Warum wehrt er sich so gegen die Österreicher? Hat er Angst, daß die ihn durchschaut haben? Wer NIKI übernimmt, ist mir egal. Mich interessiert nur, wann dieser Krimi ein Ende hat. Wann kann man wieder von FRA nach PMI zu vernünftigen Bedingungen und Preisen fliegen?

Hajo Hajo / Hace about 1 year

Habe gerade in der MZ gelesen, Lauda will wieder mitbieten. Und der Herr Flöter will eventuell rechtliche Schritte gegen ein neues Bieterverfahren einleiten. Ah ja, soso, vor WAS hat er denn Angst? Etwa vor ev. Regressanprüchen der IAG an ihn? Er und IAG sollten sich eher vor den Wettbewerbshütern in Brüssel fürchten, sie haben noch nicht das letzte Wort über eine Fusion mit der IAG/Vueling gesprochen. Denn sie müssen erst das Ende laufender Verfahren abwarten.

Hajo Hajo / Hace about 1 year

Derjenige der hier das grösste Chaos angerichtet hat, ist doch dieser ominöse Herr Flöter und sonst niemand. Er hätte durchaus dafür sorgen können, dass Niki weiter voll in Österreichischer Hand und damit als der erfolgreichste Teil von ehemals Air Berlin bestehen bleibt. Wer weiss schon, was udn Wie das Geschachere hinter den Kulissen abgelaufen ist?

Im überigen besteht ja immer noch das Treuhandkonto zur Absicherung der Tickets. WAS nun damit wird, bequemt sich der Herr nicht der Presse mit zu teilen. Auch wenn die Passagiere in Recht darauf haben.