45 Tage Galgenfrist für Mallorcas Zementwerk

| Lloseta, Mallorca |
Mallorcas Zementwerk in Lloseta.

Mallorcas Zementwerk in Lloseta.

Foto: MM-Archiv

Die Schließung des Zementwerks von Lloseta in der Inselmitte Mallorcas wird 45 Tage lang auf Eis gelegt. Das hat die Gewerkschaft UGT am Dienstag mitgeteilt.

Der multinationale Cemex-Konzern kommt damit Forderungen der Politik entgegen. Es geht um die Werke in Lloseta und Gádo (Almería), die mit einem Sozialplan geschlossen werden sollen. Der balearische Industrieminister Iago Neguerela, sein andalusischer Kollege Javier Carnero sowie die spanische Arbeitsministerin Reyes Marotó hatten sich jedoch mit den Beschäftigten zusammen gesetzt und auf die Prüfung von Alternativen gedrungen.

Dies hat Cemex nun zugesagt. Der Sozialplan (ERE) wird nicht sofort an diesem Mittwoch eingereicht, sondern erst in 45 Tagen nach Abschluss der anstehenden Rettungsverhandlungen.

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Bazillus / Vor 11 Tage

Hajo - das ist vollkommen richtig dargestellt ! Ich möchte die Ausführungen ergänzen mit dem Hinweis auf Mallorcas Lieblingsfetisch : die solare Stromerzeugung mittels Fotovoltaik . Die gigantische Dreckmenge , die ein einzelnes Solarmodul zurücklässt , hat der hl.St. Florian nämlich nach China verlagert . Dort dienen die Produktionsrückstände - realistisch gesehen - als Mittel gegen die Überalterung der Überbevölkerung .

Hajo Hajo / Vor 11 Tage

Bazillus@ frei nach S. Florian zünd andere Häuer an. Um zig Tonnen Zement auf die Insel zu bringen, braucht man Frachter, LKws unbd Fähren. Alles Diesel. Dann ein Zwischenlager, wo man Silos und andere Gebinde lagert. Von da muss alles wieder weiter transportiert werden. Auf dem Festland passiert also das, was man auf der Insel vermeiden will. Toll. frei nach St. Florian.

Aquarius / Vor 12 Tage

Üblicherweise werden Zementöfen mit Allem befeuert , was nur brennt . Aausrangierte Autoreifen wird gemahlen und dann in solche Öfen geschleust . Diese ollen Reifen bleiben auf Mallorca nun erst mal liegen . Ein japanisches Projekt ( die ersticken dort in Altreifen ) war , die Reifen mit Zement zu beschweren und zwecks Bildung künstlicher Riffe im Meer zu versenken . Das fanden aber die Grundnetzfischer gar nicht lustig...........

Bazillus / Vor 12 Tage

Nun , Hajo - diese Fragestellung erstaunt mich . Die Antwort kann nur lauten : genau von dort , wo die Rohstoffe bisher auch herkamen : per Schiff irgendwo vom Festland her . Ersatzlis wegfallen wird der Transport der Brennstoffe - Öl , Kohlenstaub oder Gas für den Drehrohrofen . Mallorca bleibt daher künftig ein Quantum Abgase , hauptsächlich CO2 , aber auch mancher Sack voll Feinstaub erspart . Das pufft nun an anderer Stelle in die Luft..

Hajo Hajo / Vor 13 Tage

Die wichtigste Frage wurde noch gar nicht gestellt und beantwortet. WOHER und auf welchem Wege kommen dann die Tonnen Zement für die die reichliche Bautätigkeitauf auf die Insel?