Für Tausende Insulaner stehen vermeintlich selbstverständliche Dienste aufgrund der schlechten Internetverbindung nicht zur Verfügung. | Archiv Ultima Hora

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Rund 15 000 Bewohner der Balearen, also auch auf Mallorca, haben keinen Zugang zu schnellem Internet. Das hat die international tätige Kommunikationsagentur Eurona nun in einer Studie veröffentlicht.

Nicht mal 1,4 Prozent der Bürger würden mit einer Geschwindigkeit von 2 Mbit pro Sekunde surfen können. Damit wäre ein normales "alltägliches" Surfen abgedeckt, also Webseiten öffnen, Online-Shopping, Mails verschicken und kleinere Fotos in sozialen Netzwerken öffnen. Mit Videos könnte es hier schon schwierig werden, Streaming über Anbieter wie etwa Netflix ist damit kaum möglich.

Zum Vergleich: Die meisten Internetdienst-Anbieter in Deutschland bieten in ihren günstigsten Tarifen bereits eine Upload-Geschwindigkeit von 2,4 Mbit pro Sekunde und eine Download-Geschwindigkeit von 16 Mbit pro Sekunde. Einer der Marktführer sogar 500 Mbit pro Sekunde im Upload und 1000 Mbit pro Sekunde im Download im teuersten Tarif.

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Um diese Situation zu ändern, wurde auf den Balearen 2018 als Alternative zur Glasfaser-Verbindung eine größere Abdeckung der Satellitennetze forciert, um auch die ländlichen Gebiete mit einem Breitband-Anschluss zu versorgen. Die schlechte Internetabdeckung sei laut der Studie auch das Haupthindernis für Urlauber, ihren Urlaub in Dörfern der Inseln zu verbringen.